Pisten-Wahnsinn in Wien: Skifahrer rast Rolltreppe in U-Bahn-Station hinunter
Mit Karacho durch die Station: Ein Profi-Skifahrer hat eine Wiener Rolltreppe zur Skipiste umfunktioniert.
Normalerweise sieht man ihn auf der Piste, doch diesmal tauschte David Meier den Schnee gegen Metallstufen: In einer spektakulären Aktion raste der Profi-Skifahrer die langen Rolltreppen einer Wiener U-Bahn-Station hinunter. Während das Video im Netz viral geht, finden die Wiener Linien klare Worte – und kündigen rechtliche Konsequenzen an.
Spontane Idee beim Pizzaessen
Wie kommt man auf die Idee, die U3 gegen eine Skipiste zu tauschen? Für David Meier war es eine Mischung aus Zufall und Übermut. „Ich bin direkt von Kitzbühel nach Wien weitergereist und hatte deshalb meine Skier noch dabei“, erklärt Meier gegenüber 5 Minuten. Die Idee sei spontan beim Pizzaessen am Abend entstanden. Doch ganz so kopflos, wie es im Video scheint, war die Aktion laut Meier nicht geplant. Er betont den Sicherheitsaspekt: „Wir hatten extra drei zusätzliche Leute vor Ort, die alles gecheckt haben, damit wirklich niemand gefährdet wird.“ Man habe die Aktion bewusst nachts durchgeführt, wenn kaum Fahrgäste unterwegs sind. Dass er dabei sein Material ruiniert, war ihm bewusst: „Die Skier waren alte von mir, den Schaden nehme ich in Kauf – ein paar Kratzer, aber nichts Wildes“, erzählt er gegenüber 5 Minuten weiter.
Wiener Linien: „Kein Verständnis“
Während die Instagram-Community mit Kommentaren wie „Subway Surfers in Real Life“ reagiert, herrscht bei den Wiener Linien bittere Ernsthaftigkeit. Wie die Wiener Linien gegenüber heute.at klarstellen, war die Aktion weder angemeldet noch genehmigt. Die Reaktion fällt deutlich aus. Sie hätten „kein Verständnis für derartige Aktionen, die laut Hausordnung verboten sind und bei der neben der Selbstgefährdung auch andere Fahrgäste gefährdet werden können“, so gegenüber dem Medium heute.at. Vom Nachmachen wird strikt abgeraten. Der Betreiber kündigte zudem an, rechtliche Schritte gegen den Produzenten des Videos einzuleiten.
Kreativität oder lieber Hausordnung?
Für David Meier ist das Risiko Teil seines Berufs: „Ich bin Profiskifahrer, Risiko gehört also zu meinem Job und mir war völlig klar, worauf ich mich einlasse.“ Er sieht in dem Stunt ein kreatives Projekt, das „Dinge anders denken“ soll, abseits von großen Produktionen und nur für den Spaß an der Sache. Das Video hat auf Instagram bereits über 37.000 Likes gesammelt und spaltet das Netz: Die einen feiern den „Skifahrking von Ottakring“, die anderen sorgen sich um die Sicherheit der Passanten.