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/ ©Montage: Canva
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt Bergrettung und eine Kerze
Rund 930 Personen mussten im Jahr 2025 geborgen werden.

Rekord bei Einsätzen: Bergrettung 2025 so oft gefordert wie noch nie

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien verzeichnete im vergangenen Jahr so viele Einsätze wie noch nie zuvor. Mit 886 Ausrückungen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2021 eingestellt.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(345 Wörter)

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien zieht im Rahmen ihres Winterkurses eine Bilanz: 886 Einsätze im Jahr 2025 bedeuten ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2024 und stellen gleichzeitig den bisherigen Höchstwert aus 2021 ein. Insgesamt wurden 928 Personen gerettet, 684 davon nach Unfällen medizinisch versorgt und abtransportiert. Die Zahl der tödlichen Alpinunfälle sank auf elf.

„Unschätzbarer Beitrag“ der Bergrettung

Rund 20.000 ehrenamtliche Stunden leisteten die 29 Ortsstellen mit etwa 1.340 Mitgliedern im Einsatz-, Ausbildungs- und Organisationsbetrieb. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bedankt sich für den Einsatz: Die Bilanz zeige einmal mehr den „unschätzbaren Beitrag“ der Bergrettung zur Sicherheit und zum Tourismus im Land. Das Land wolle auch künftig ein verlässlicher Partner bleiben. Auch Landesrätin Eva Prischl betont die Bedeutung der freiwilligen Helfer: Einsätze im alpinen Gelände verlangten Mut, hohe Einsatzbereitschaft und große fachliche Kompetenz. Landesleiter Karl Weber ordnet die Zahlen ein: „886 Mal mussten unsere Ehrenamtlichen ausrücken, so viele wie noch nie. Gerade mit Blick auf Rekorde wissen wir, dass das normalerweise ein Grund zur Freude ist – in diesem Fall ist es anders“.

Mehr Einsätze, mehr Risiko

Im Schnitt rückten die Einsatzkräfte 2,5-mal täglich aus. Besonders häufig ging es um Erschöpfung, mangelhafte Ausrüstung oder Selbstüberschätzung: 233-mal mussten unverletzte Personen aus Notlagen geborgen werden. Auch die Zahl der Nachteinsätze stieg deutlich auf 102. Als Gründe nennt die Bergrettung eine zunehmende Unterschätzung alpiner Gefahren, schlechte Vorbereitung, steigende Besucherzahlen, rasche Wetterumschwünge sowie sinkende Eigenverantwortung. Gerade die vergleichsweise „niedrigen“ Berge in Niederösterreich würden oft unterschätzt.

Warnung vor Lawinengefahr

Mit Blick auf die aktuelle Situation weist die Organisation zudem auf erhebliche Lawinengefahr in Teilen Niederösterreichs hin. Außerhalb gesicherter Pisten sei vollständige Lawinenausrüstung unerlässlich. Gleichzeitig gelte der Grundsatz „Eigenschutz vor Fremdschutz“ – nicht jeder Einsatz könne bei akuter Gefahr für die Retter durchgeführt werden. Neben der klassischen Einsatzarbeit setzt die Bergrettung stark auf Ausbildung, Prävention und Zusammenarbeit mit Partnern wie Flugpolizei und Notarzthubschraubern.

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