Neuer Radhighway könnte Wiener Verkehr sicherer machen
Der ÖAMTC stuft das Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer an der Wiener Ringstraße zu hoch ein, und wartet mit einem Konzept für einen Umbau auf.
Steigende Bevölkerungszahlen und Jahr für Jahr zunehmender Tourismus stellen höhere Anforderungen an die Wiener Ringstraße. Deshalb präsentierte der ÖAMTC am 26. Februar ein innovatives Konzept für eine Neugestaltung der rund vier Kilometer langen Prachtstraße. „Unser 360-Grad-Verkehrskonzept ‚Platz für alle am Ring‘ sieht eine konsequente Trennung von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr vor. Das Herzstück ist ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radhighway“, erklärt ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik.
10.000 Radfahrer an einem Tag
An der Wiener Ringstraße befindet sich der meistbefahrenste Radweg der ganzen Stadt. Im Jahr 2024 wurde an den Zählstellen etwa 1,8 Millionen Radfahrer registriert. An Spitzentagen waren es etwa 10.000 Fahrten. Laut dem ÖAMTC ist das Unfallrisiko dort jedoch zu hoch. „Der Rad- und Fußverkehr am Ring ist ein Durcheinander mit verwirrendem Zickzack-Kurs für Radfahrende und Fußgänger“, sagt Verkehrsexperte Matthias Nagler.
„Konsequente Trennung“ im Plan enthalten
„Die konsequente Trennung von Fuß- und Radverkehr bringt Vorteile für alle: Mehr Sicherheit und Klarheit in der Verkehrsführung, schnelles Vorankommen, gute Sichtbarkeit und keine Verwirrung mehr, wer welche Fläche benützen darf“, unterstreicht Nagler die Benefits des ÖAMTC-Konzeptes.