Wiener Roadrunner-Szene: So viele Scheine wurden „gezupft“
Was in den sozialen Netzwerken als großes Treffen der Tuning-Szene geplant war, endete für viele Teilnehmer in einer Polizeikontrolle.
Großeinsatz von Samstag auf Sonntag: Die Landesverkehrsabteilung Wien führte eine umfassende Schwerpunktaktion mit besonderem Augenmerk auf die sogenannte Roadrunner-Szene durch. Hintergrund waren unter anderem Ankündigungen in sozialen Netzwerken zu einem geplanten Treffen der Szene in einem slowakischen Ort nahe der österreichischen Grenze, das berichtet die Wiener Polizei in einer Aussendung.
Organisierte Kolonnenfahrt befürchtet
Aufgrund vorliegender Erkenntnisse war von einer organisierten Kolonnenfahrt aus Wien und Niederösterreich auszugehen. Ziel der Polizei war es daher, verkehrsgefährdendes Verhalten bereits im Inland konsequent zu unterbinden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der Einsatz erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Stadtpolizeikommanden Ottakring, Döbling und Donaustadt. Mit sichtbarer Polizeipräsenz, mobilen Kontrollen sowie gezielten Anhaltungen wurden zahlreiche Übertretungen festgestellt.
Treffen untersagt – Weiterfahrt Richtung Bratislava
Das geplante Treffen wurde von den zuständigen slowakischen Behörden kurzfristig untersagt. In weiterer Folge bewegte sich die Gruppierung in Richtung Bratislava weiter.
Vorläufige Bilanz des Einsatzes
- 15 Schnellrichteranzeigen
- 746 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen
- 4 Anzeigen wegen fehlender Lenkberechtigung
- 59 technische Beanstandungen an Fahrzeugen
- 18 Führerscheinabnahmen (vor allem wegen Schnellfahrens)
- 12 Kennzeichenabnahmen
- 160 Organmandate
165 km/h statt 80 km/h
Besonders drastisch fiel eine massive Geschwindigkeitsüberschreitung auf der A22/A23 aus: Ein Motorradlenker überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 85 km/h. Zudem war er nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung. Das Motorrad wurde vorläufig beschlagnahmt, der Lenker entsprechend angezeigt.