Aktivisten sorgen für Polizei-Großeinsatz in Wien St. Marx
In Wien Landstraße kommt es aktuell zu einem größeren Polizeieinsatz. In dem Bereich fand laut ersten Informationen eine nicht ordnungsgemäße Versammlung statt.
In Wien-Landstraße läuft seit den Morgenstunden ein größerer Polizeieinsatz auf einem Freigelände in St. Marx. Grund ist laut ersten Informationen der Beamten eine nicht ordnungsgemäß angemeldete Versammlung. Es soll sich um einen Protest von Aktivisten handeln, der bereits gegen 8 Uhr morgens begonnen hat. Die Einsatzkräfte der Wiener Polizei sind vor Ort und überwachen die Situation.
Gelände in St. Marx von Polizei geräumt
Mehrere Polizeieinheiten, darunter Spezialteams, sind vor Ort. Die Personen wurden wiederholt aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Ob es bereits Festnahmen oder Anzeigen gibt, ist derzeit unklar. Die Hintergründe für den Protest: Das Gelände soll künftig für die Eventarena und andere Großveranstaltungen wie Konzerte oder Messen genutzt werden. Die Protestierenden kritisieren den Abriss der bisherigen Kulturorte, die als selbstverwaltete Treffpunkte und Begegnungsräume dienten. „Der Abriss der jahrelangen friedlichen und selbstverwalteten Kulturorte in St. Marx untergräbt die Initiative von selbstorganisierten Bürger Wiens. Die dort entstandenen Selbstverwaltungen belebten die Freifläche als einzigartige kulturelle Landschaft dieser Stadt“, teilen die Aktivisten in einer Aussendung mit. Die Räumung von St. Marx sei ein weiterer Tiefschlag gegen alle Menschen in dieser Stadt, die sich für eine offene Gesellschaft und vielstimmige, basisdemokratische Öffentlichkeit einsetzen, so die Kritik.