Esel-Oma Mary kehrt zurück – doch der Weg der Heilung ist noch weit
Große Erleichterung am Assisi-Hof: Die 20-jährige Eselin Mary konnte nach einer wochenlangen Behandlung an der VetMeduni Wien heimkehren. Doch der Weg zur Heilung ist noch weit.
Die 20-jährige Esel-Oma Mary ist nach einem mehrwöchigen Aufenthalt an der VetMeduni Wien wieder zurück auf dem Assisi-Hof in Stockerau (Wien). Wie der Österreichische Tierschutzverein berichtet, litt das Tier unter einer massiven Lahmheit, die sich als die schmerzhafte Hufkrankheit „White Line Disease“ herausstellte.
„Jeder Schritt wurde zur Qual“
Bei dieser Erkrankung dringen Keime in das Hufhorn ein und zerstören es. Laut dem Leiter der Tierpflege, Alfred Kofler, war die Situation kritisch: „Mary begann plötzlich stark zu lahmen. Ihre Schritte wurden unsicher und waren sichtbar schmerzhaft. Selbst kurze Wege zum Futtertrog wurden für sie zur großen Belastung.“ In der Klinik mussten Tierärzte bereits große Teile des befallenen Horns entfernen. Zwar ist Marys Zustand stabil, doch die Heilung des Hufes dauert Monate und erfordert eine extrem aufwendige Pflege.
Betreuung Rund um die Uhr
Wieder daheim, wird Mary von ihren Esel-Freunden Aristoteles, Sokrates und Mädi empfangen, benötigt aber weiterhin eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. „Mary trägt spezielle orthopädische Hufschuhe mit schützenden Socken, die ihre empfindlichen Hufe entlasten“, erklärt Kofler in der Presseaussendung. Zusätzlich zur täglichen medizinischen Versorgung wird derzeit der Boden im Gehege angepasst, um die Belastung für die Hufe so gering wie möglich zu halten.
Spenden dringend benötigt
Die hohen Kosten für die Klinik, die orthopädischen Hilfsmittel und das Spezialfutter belasten das Budget des Vereins stark. Hofleiterin Stephanie Lang betont: „Mary ist eine Kämpferin.“ Damit sie diese Chance bekommt, bittet der Österreichische Tierschutzverein nun dringend um finanzielle Unterstützung für die weitere Behandlung der Esel-Oma.