Skip to content
/ ©Fotomontage: Canva
Symbolfoto
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein verzweifelter Mann, der die Hände am Kopf geschlagen hat. Im Hintergrund ist viel Geld in Päckchen zusammengetragen.
Der Deutsche wurde im Rahmen eines "Rip-Deal 2.0" betrogen.

Betrug: Österreicher nimmt Deutschem 240.000 Euro ab

Der "Rip-Deal"-Ermittlungseinheit des Landeskriminalamts Wien ist ein Schlag gegen internationale IT- und Kryptowährungsbetrüger gelungen. Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
1 Minute Lesezeit(192 Wörter)

Dabei haben die Ermittler eng mit einer deutschen Sonderermittlungsgruppe, mit EUROPOL und EUROJUST zusammengearbeitet und den 37-Jährigen schließlich am 20. April 2026 bereits festnehmen können, wie die Polizei jetzt berichtet. Der Österreicher war gerade in seiner Wohnung in Vösendorf (Niederösterreich). Im Zuge der Hausdurchsuchung hat man mehrere Beweismittel sicherstellen können.

Was ist ein Rip-Deal?

Bei einem Rip-Deal handelt es sich um jene Art von Betrug die nahezu ausschließlich von erfahrenen Banden der Westbalkanregion angewandt wird. Dabei präsentiert man sich den Opfern gegenüber als reiche Geschäftsleute oder Investoren, meist wird vorgegeben, dass man Luxusgüter veräußert. Rahmengeschäfte mit den späteren Opfern dienen jedoch nur als Vorwand, um Vertrauen zu gewinnen und die Glaubwürdigkeit zu untermauern.

Die Geschäfte sollen meist im Ausland abgewickelt werden, wo die Luxusgüter unbemerkt ausgetauscht werden. Auch beim Verkauf von Immobilien, Booten oder hochpreisigen Autos schlagen die Täter mittels angeblicher Vermittlungsprovisionen zu (Rip-Deal 2.0).

Opfer davon überzeugt, ein Kryptowallet anzulegen

Der 37-Jährige soll im Jahr 2024 im Namen eines angeblich finanzstarken Investors ein Immobiliengeschäft mit einem Deutschen angebahnt haben. Das Opfer hat er davon überzeugt, ein Krypto-Wallet anzulegen und dort eine Vermittlungsprovision zu hinterlegen. Zwischenzeitlich hat er die Zugangsdaten des Deutschen ausgespäht, geändert und sich so Zugang zur Provision verschafft. Das Opfer wurde dadurch um mehr als 240.000 Euro geschädigt, berichtet die Polizei.

37-Jähriger derzeit in Untersuchungshaft

Der 37-Jährige steht außerdem im dringenden Verdacht, über weitere Geschäftsanbahnungen Provisionen in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Euro zu erlangen. Er wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen, schweren Betrugs im Rahmen einer kriminellen Vereinigung und der Geldwäsche angezeigt und in eine Justizanstalt gebracht. Dort befindet er sich derzeit in Untersuchungshaft.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.05.2026 um 15:14 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes