100 km/h durch Wien: Raser rammt zwei Polizeiautos
Der Raser lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei durch die Stadt Wien. Dabei rammte er Streifenwagen, wodurch er Beamte verletzte. Erst später konnte er zu Hause angetroffen werden.
Die Situation bei einem Verkehrsplanquadrat in der Inneren Stadt eskalierte am Dienstag. Als die Beamten am Opernring ein Auto anhalten wollten, ignorierte der Lenker jegliche Anhaltezeichen und ergriff die Flucht. Wie die Polizei mitteilt, raste er mit nahezu 100 km/h über mehrere Straßenzüge, beging zahlreiche Verwaltungsübertretungen und gefährdete die körperliche Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer, indem er einen Linienbus sowie einen Fahrradfahrer zum unvermittelten Abbremsen bzw. Ablenken nötigte.
Beamtin wurde bei Verfolgungsjagd durch Wien verletzt
Die Beamten hätten umgehend weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung angefordert, die in zivilen Streifenkraftwägen mittels Straßensperren am Getreidemarkt und in der Fillgradergasse versuchten, den Flüchtenden anzuhalten. „Der Tatverdächtige rammte jedoch beide Einsatzfahrzeuge und setzte seine Flucht unbeirrt fort. Dabei wurde eine Beamtin durch den Aufprall am Bein verletzt und musste vom Dienst abtreten“, heißt es seitens der Polizei Wien. Die beiden Dienstfahrzeuge wurden bei dem Vorfall schwer beschädigt.
Fahndung führt zu Tatverdächtigem
Im Zuge einer Fahndung konnte das Fluchtfahrzeug schließlich verlassen in der Schadekgasse in Wien-Mariahilf aufgefunden werden. „Der Lenker war in unbekannte Richtung geflohen“, so die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen konnte schließlich ein 38-jähriger Österreicher als Tatverdächtiger ausgeforscht und an seiner Wohnadresse in Wien-Penzing angetroffen werden. „Der Mann, dem die Lenkberechtigung bereits zu einem früheren Zeitpunkt entzogen worden war, stritt die Tatvorwürfe ab“, heißt es.
Drogen im Spiel?
Außerdem verweigerte er die Vorführung zu einer amtsärztlichen Untersuchung. Laut den Beamten stand er scheinbar unter Suchtmitteleinfluss. Der 38-Jährige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß wegen des Verdachts des mehrfachen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, der schweren Körperverletzung, der mehrfachen Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr, der Nötigung sowie nach zahlreichen verkehrsrechtlichen Bestimmungen angezeigt.