Millionenpleite in Wien: Online-Plattform vor dem Aus
Über das Vermögen der „bauernladen.at“ B2B GmbH wurde am 12. Mai 2026 ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet. Das teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit.
Betroffen sind vier Dienstnehmer sowie insgesamt 283 Gläubiger. Das Unternehmen betrieb unter www.bauernladen.at einen digitalen Marktplatz für bäuerliche Produkte und spezialisierte sich auf Geschenkboxen und Gutscheine für Firmenkunden. Ein Großteil des Umsatzes wurde traditionell im vierten Quartal rund um Weihnachten erzielt.
Wirtschaftslage als Auslöser
Laut Eigenantrag führte die angespannte wirtschaftliche Situation zur Insolvenz. Insbesondere der Iran-Krieg und die damit verbundenen steigenden Energiepreise hätten einen Inflationsschub ausgelöst. Unternehmen hätten daraufhin ihre Ausgaben reduziert, insbesondere bei Mitarbeiter- und Kundengeschenken. Entscheidungen seien verschoben oder ganz gestrichen worden, Budgets deutlich gesunken.
Hohe Schulden, kaum Vermögen
Die Passiva belaufen sich laut Angaben des Unternehmens auf rund 1,69 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen lediglich etwa 33.000 Euro an Aktiva. Ob und in welcher Höhe Gläubiger eine Quote erhalten, ist derzeit noch unklar.
Wie es weitergeht
Ein Antrag auf Entschuldung wurde bislang nicht gestellt. Sollte dies auch weiterhin ausbleiben, wird die Insolvenzverwalterin, Mag. Susanne Pöltenstein Rosenegger, das vorhandene Vermögen verwerten. Eine mögliche Ausschüttung an die Gläubiger hängt vom Verfahrensverlauf ab.
Die wichtigsten Termine im Überblick:
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Anmeldefrist für Forderungen: 9. Juli 2026
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Prüfungstagsatzung: 23. Juli 2026
Forderungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.