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/ ©Montage: Pexels/ KK
Bild auf 5min.at zeigt eine Frau mit Medikamenten in der Hand und im Vordergrund die E-Card.
Wichtige Medikamente nach dem Arztbesuch aus der Apotheke holen: Damit will die Wiener Ärztekammer brechen. Sie fordert eine Ausgabe direkt in den Ordinationen.

Ärztekammer fordert Ausgabe von Medikamenten in Ordinationen

Die Mehrheit der Ärzteschaft unterstützt die Forderung der Wiener Ärztekammer nach einer Medikamentenausgabe direkt in den Ordinationen. Das würde Patienten Zeit und Kraft ersparen.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(265 Wörter)
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Die Wiener Ärztekammer bekräftige bei einer Pressekonferenz am Mittwoch ihre Forderung nach einer Medikamentenabgabe direkt in den Ordinationen. Die Mehrheit der Ärzteschaft lenke hier ein, das wurde mit Verweis auf eine Umfrage versichert. Laut Kammerpräsident Johannes Steinhart gehe es dabei nicht darum, eine Konkurrenz für Apotheken darzustellen, sondern darum, die Komplexität und die Umstände für Patienten zu reduzieren.

Ärzte sollen auf freiwilliger Basis Medikamente abgeben dürfen

Die Ärztekammer fordert eine Änderung des sogenannten Dispensierrechts. Ärzte sollten auf freiwilliger Basis ebenfalls Präparate abgeben dürfen. Es gehe hier um eine Notversorgung, sagte der Kammerchef. Diese würde eine Erweiterung des bestehenden Angebots darstellen. Die Abgabe solle dann sowohl bei Allgemeinmedizinern als auch bei Fachärzten möglich sein. Die Gefahr, dass verschriebene Medikamente in der Apotheke nicht abgeholt würden, könne dadurch reduziert werden.

„Das ist keine Hausapotheke.“ Johannes Steinhart, Präsident der Wiener Ärztekammer

Vereinfachung für Patienten

Johannes Steinhart betont jedoch, dass dies nichts mit einer Hausapotheke zu tun habe. Solche gäbe es am Land etwa in Gemeinden ohne Apotheken. Die Vizepräsidentin der Wiener Ärztekammer Naghme Kamaleyan-Schmied fügte hinzu, dass sich die Versorgung der Patienten dadurch verbessern würde. Man müsse kranke Menschen dann nicht noch zu einer Apotheke schicken, die möglicherweise weit entfernt sei oder erst am nächsten Tag wieder öffne, gab sie zu bedenken. Betroffene würden mitunter auch mehr Diskretion wünschen – etwa beim Kauf von Psychopharmaka. Das könne durch die Verabreichung direkt in der Ordination garantiert werden.

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