Skip to content
/ ©naturbeobachtung.at / Astrid Mosser
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Südrussische Tarantel in freier Wildbahn.
Zwei Meldungen zur Südrussischen Tarantel sind beim Naturschutzbund 2026 schon eingegangen.

Südrussische Tarantel: Riesen-Spinne wurde 2026 hier schon gesichtet

Die Südrussische Tarantel hat es sich in Ostösterreich seit einigen Jahren gemütlich gemacht. Während sie normalerweise eher in den Herbstmonaten gesichtet wird, hat der Naturschutzbund 2026 schon zwei Meldungen bekommen.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(436 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Am Einzugsgebiet der großen Spinne hat sich mit diesen beiden Meldungen aber (noch) nichts geändert. Gemeldet wurden sie nämlich aus dem Bezirk Mistelbach und dem Bezirk Mödling (beide Niederösterreich). Die Meldungen seien wenig überraschend aus der freien Wildbahn, wie Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund exklusiv gegenüber 5 Minuten erklärt. Gefunden wurden sie übrigens „beide an Feldrändern entfernt von Siedlungen“, weiß die Expertin.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Südrussische Tarantel in freier Wildbahn auf einem Acker.
©naturbeobachtung.at / Astrid Mosser
Dieses Prachtexemplar einer Südrussischen Tarantel wurde von einer Niederösterreicherin abgelichtet.

Was ist eine Südrussische Tarantel?

Diese Spinnenart gilt als die größte Spinne Mitteleuropas und wurde erstmals 1785 durch Carl von Linné beschrieben. „Südrussisch“ ist sie aller Wahrscheinlichkeit deswegen, weil sie im Großteil der Eurasischen Steppe bis hin zum europäischen Teil von Russland und in vielen osteuropäischen Ländern verbreitet ist. Auch in Österreich ist die Südrussische Tarantel ebenfalls im (Nord-)Osten verbreitet. Für den Menschen ist die Spinne ungefährlich.

Südrussische Tarantel: „Zufallsfunde beim Spazierengehen“

Dass sie aktuell eher in der freien Wildbahn und möglicherweise auch etwas weiter entfernt von menschlichen Siedlungen zu finden sind, ist dabei recht wenig überraschend. Normalerweise nähern sie sich Häusern erst im Herbst, wie Trcka-Rojas bereits im Vorjahr im Gespräch mit 5 Minuten erklärte. Auch 2025 hat es bereits Funde im Frühjahr und deutlich vor der Zeit, in der die Spinne eigentlich häufiger gefunden wird, gegeben. Diese bezeichnet die Naturschutzbund-Expertin allerdings als „Zufallsfunde beim Spazierengehen“. Die Hochzeit der Südrussischen Tarantel beginnt dann übrigens im September. „Wenn es ein wenig kühler wird, sind sie eher in Hausnähe, wo sie sich das Überwintern vorstellen können“, so Trcka-Rojas.

Hast du Angst vor Spinnen?

Ja! Die soll mir auf keinen Fall zu nahe kommen.
Nein – warum denn auch.

Was du tun solltest, wenn du eine Südrussische Tarantel findest

Im Vorjahr haben wir außerdem über einen Fall berichtet, wo eine Burgenländerin eine Südrussische Tarantel im Oktober bei ihr im Haus gefunden hat. „Gott sei Dank bin ich zu Hause gewesen und habe es gesehen“, meinte die Frau gegenüber 5 Minuten. Alles dazu auch hier: Frau findet Riesen-Spinne: „Komm bitte nicht mehr in unser Haus“. Sie hat schließlich übrigens absolut richtig reagiert und die Spinne wieder außer Haus gebracht. Laut Naturschutzbund-Expertin sollte man das Tier übrigens etwas weiter weg vom Haus wieder rauslassen: „Sie erinnert sich nämlich, wo sie ins Haus reingegangen ist.“ Und keine Sorge, wenn man einmal ein Exemplar findet oder sieht. Die Südrussische Tarantel „ist zwar groß, aber nicht gefährlich“, weiß Trcka-Rojas. Findet oder sieht man eine solche Spinne, sollte man sie übrigens hier online auf der Naturbeobachtung-Seite melden.

Wo sich die Südrussische Tarantel in Österreich wohl fühlt

Die Verbreitungskarte zeigt auch ganz genau, dass sich die Spinne im Nordosten des Landes rund um die Bundeshauptstadt am wohlsten fühlt. Aus den Bundesländern Niederösterreich, Wien und dem Burgenland gibt es bereits zahlreiche Meldungen über die letzten Jahre hinweg. Eine einzelne Meldung ist 2024 auch aus der Steiermark eingegangen, wir haben damals als Erstes berichtet. Alles zu dem Sensationsfund in der nordöstlichen Steiermark findet ihr hier: Spinnen-Alarm: Südrussische Tarantel erstmals in der Steiermark gesichtet.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Verbreitungskarte der Südrussischen Tarantel in Österreich mit Stand Mitte Dezember 2025.
©naturbeobachtung.at / Naturschutzbund
Die Verbreitungskarte der Südrussischen Tarantel zeigt, dass sie in Österreich aktuell noch ein bevorzugtes Gebiet hat.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 14.05.2026 um 17:17 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Artikel zum Thema:
Mehr Interessantes