Kuriose Szenen: Männer gehen zur Polizei, zeigen sich gegenseitig an
Drei Personen sind Freitagnachmittag, am 15. Mai 2026 gegen 13 Uhr, in eine Polizeiinspektion in Wien-Favoriten gekommen, um den Verlust einer Reisetasche mit Geld zu melden. Zwei von ihnen wurden schließlich angezeigt.
Als die Beamten gerade das Geschehene aufnahmen, bat einer der drei plötzlich um ein Vier-Augen-Gespräch. In diesem erklärte er den Polizisten schlüssig, dass er als mutmaßliches Opfer von den beiden anderen Personen mit dem Umbringen bedroht worden sei. Erstmals sei das drei Tage zuvor gewesen, selbst im Schleusenbereich der Polizei hätte man ihn mit dem Umbringen bedroht, beschwichtigt der 32-jährige Syrer.
29-Jähriger als Tatverdächtiger festgenommen
Der 29-jährige Tatverdächtige aus Syrien sei so glaubwürdig der schweren Nötigung beschuldigt worden, dass man ihn vorläufig festgenommen und in den Arrestbereich überstellt hat. Da dieser auch die Wohnadresse des Opfers kennen soll, wurde gegen ihn außerdem ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Schließlich wurde er auf freiem Fuß angezeigt.
Hat Opfer das Geld veruntreut?
Der Tatverdächtige wiederum zeigte mit dem Finger auf das 32-jährige Opfer. Dieser hätte das Bargeld, nach dem sie suchten, veruntreut. Daher wurde auch dieser angezeigt, berichtet die Polizei. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Geschehenen laufen derzeit auf Hochtouren.