500 ernstzunehmende Cyberangriffe beim ESC
Er ist vollbracht: Der 70. Eurovision Song Contest. Was Besucher und Zuseher vor dem Fernseher nicht mitbekommen haben: Die immense Herausforderung für Sicherheitskräfte. Es soll zu insgesamt 500 Cyberangriffen gekommen sein.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll es im Zuge des Eurovision Song Contests zu 500 Cyberangriffen gekommen sein. 22.000 Personen wurden überprüft, 74 Anzeigen erstellt und 16 Personen festgenommen.
14 von 16 Festgenommenen waren vermummt
Die meisten Anzeigen erfolgten wegen Verstößen gegen das Verwaltungsrecht, hier gab es insgesamt 57 Anzeigen. 17 Anzeigen waren zudem wegen Verstößen gegen das Strafrecht ergangen. 78 Personen wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen. Von den 16 Festgenommenen waren 14 Teilnehmer einer Versammlung, die gegen das Vermummungsverbot (Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz) verstießen. Außerdem wurde eine Person am Samstag, am Tag des Finales, beim Versuch, in die abgesperrte Stadthalle zu gelangen, erwischt.
Polizei musste keine Dienstwaffen einsetzen
Vorfälle, bei denen die Polizei Gebrauch von Dienstwaffen machten musste, gab es nicht. Für den ESC waren insgesamt 5.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Darunter auch einige Polizisten aus Bayern. Auch 500 private Sicherheitspersonen waren im Einsatz.