Pflegeheim verweigert: Pensionist bedrohte Polizisten mit Küchenmesser
In Wien-Währing kam es am Donnerstag zu einem Polizeieinsatz: Ein 88-jähriger Mann sollte in eine Betreuungseinrichtung gebracht werden, wehrte sich aber mit einem Küchenmesser.
Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, wurden Polizisten gegen 10.30 Uhr nach Wien-Währing gerufen. Der Grund: Ein 88-jähriger Mann sollte aufgrund einer Erkrankung in eine passende Betreuungseinrichtung gebracht werden. Dagegen wehrte er sich laut Landespolizeidirektion Wien mit einem Küchenmesser in der Hand. Angehörige verständigten daraufhin den Polizeinotruf. Vor Ort versuchten Polizisten der Polizeiinspektion Hohe Warte, beruhigend auf den Mann einzuwirken. Die Situation spitzte sich jedoch weiter zu.
Messer auf Beamten gerichtet
Wie die Landespolizeidirektion Wien berichtet, richtete der 88-Jährige das Messer auf die Beamten. Zudem habe er Stichbewegungen in ihre Richtung gemacht. Weil laut Polizei weder eine Gefährdung anderer noch eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden konnte, mussten die Beamten rasch handeln. In den beengten Räumlichkeiten setzten sie Pfefferspray ein. Dieser zeigte laut Polizei jedoch keine Wirkung. Die Lage blieb damit weiter angespannt.
WEGA rückte aus
Mit Unterstützung von WEGA-Beamten gelang es schließlich, dem Mann das Messer abzunehmen. Danach wurde der 88-Jährige fixiert und vorläufig festgenommen. Verletzt wurde in der Presseaussendung niemand erwähnt. Nach dem Einsatz untersuchte ein Amtsarzt den Mann. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er anschließend auf freiem Fuß angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 88-Jährige in ein Pflegewohnheim gebracht.