Abgetrennter Finger überführt mutmaßlichen Räuber (16) nach Messerstich
Ein 16-Jähriger soll am Copa Beach eine Reinigungskraft mit einem Messer verletzt haben. Am Tatort blieb ein abgetrennter Finger zurück, der die Ermittler direkt zum Verdächtigen führte.
Am späten Donnerstagabend ist es am Wiener Copa Beach in der Donaustadt zu einem brutalen Raubüberfall gekommen. Ein 16-jähriger syrischer Staatsangehöriger steht im Verdacht, gegen 21:15 Uhr eine 39-jährige Reinigungskraft der dortigen WC-Anlagen mit einem Klappmesser bedroht zu haben. Der Jugendliche forderte die Herausgabe von Bargeld und einem Mobiltelefon.
Fingerteil gefunden
Als der Angestellte sich weigerte, der Aufforderung nachzukommen, soll der Tatverdächtige mit dem Messer zugestochen und das Opfer dabei am Unterarm verletzt haben. Anschließend flüchtete der mutmaßliche Täter vom Ort des Geschehens. Ein Radfahrer entdeckte den verletzten 39-Jährigen wenig später und alarmierte die Einsatzkräfte. Bei der Spurensicherung am Tatort stießen die Polizeibeamten auf den abgetrennten Teil eines Fingers. Es entstand der dringende Verdacht, dass diese Verletzung dem flüchtigen Räuber zuzuschreiben sein könnte.
Tatverdächtiger wurde gefunden
Die Annahme bestätigte sich nur kurze Zeit später im Bereich der Kreuzung Vorgartenstraße und Lassallestraße. Dorthin wurden Polizisten gerufen, da die Berufsrettung Wien in diesem Bereich einen Jugendlichen wegen einer schweren Fingerverletzung behandelte. Es handelte sich dabei um den gesuchten 16-jährigen Tatverdächtigen. Der Jugendliche wurde daraufhin festgenommen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall wurden vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, übernommen.