Ebola-Verdacht in Österreich: Leichte Entwarnung nach Test
Eine Frau aus Linz liegt nach ihrer Uganda-Reise in der Klinik Favoriten in Wien. Der ORF spricht der erste Befund gegen Ebola. Die zweite Blutprobe soll noch heute Klarheit bringen.
Nach dem Ebola-Verdachtsfall in Österreich gibt es nun vorsichtig bessere Nachrichten. Eine Frau aus Linz war nach ihrer Rückkehr aus Uganda mit Krankheitssymptomen in Oberösterreich behandelt und später nach Wien gebracht worden. Dort liegt sie in der auf solche Fälle spezialisierten Klinik Favoriten. Wie der ORF berichtet, dürfte sie nach ersten Untersuchungen nicht an Ebola, sondern an starkem Reisedurchfall leiden.
Befund steht aus
Ganz aufgehoben ist der Verdacht aber noch nicht. Die Ärzte warten laut ORF noch auf das Ergebnis einer zweiten Blutprobe. Dieses soll am Freitagnachmittag vorliegen. Bereits eine erste Blutprobe in Linz hatte den Ebola-Verdacht nicht bestätigt. Sollte auch die zweite Probe negativ sein, könnte die Frau laut dem Infektiologen Christoph Wenisch noch am heutigen Freitag, dem 29. Mai, nach Hause.
Mehrere Erreger
Nach dem PCR-Test in Wien wurden laut ORF mehrere Erreger gefunden, die schweren Reisedurchfall auslösen können. Das erklärt offenbar die Beschwerden der Patientin. Die Frau war zuvor in Uganda unterwegs, wo es Ebola-Fälle gibt. Wegen der Symptome wurde rasch nach den geltenden Sicherheitsregeln reagiert. Die Patientin wurde isoliert und mit einem speziellen Infektionstransport nach Wien gebracht.
Rotes Kreuz bereit
Für solche Transporte stehen in Österreich eigene Hochinfektionstransportteams des Roten Kreuzes bereit. Diese Teams sind speziell geschult und mit Schutzkleidung, besonderen Fahrzeugen und einem Transportbehälter für Hochinfektionspatienten ausgestattet. Laut Rotem Kreuz geht es dabei nicht nur um die sichere Fahrt in eine passende Klinik. Auch Einsatzkräfte und Bevölkerung sollen vor möglichen Ansteckungen geschützt werden. Nach einem Einsatz werden Fahrzeug und Ausrüstung genau desinfiziert.
Keine Pandemie
Wenisch beruhigte laut ORF zudem: Ebola könne nicht zu einer neuen Pandemie wie Covid-19 werden. Der Grund: Das Virus verbreitet sich nicht über die Luft. Für eine Ansteckung braucht es engen und längeren Kontakt. In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich Ebola derzeit laut Rotem Kreuz aber weiter aus. Dort wurden mehr als 1.000 Verdachtsfälle und mehr als 250 Todesfälle registriert.