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/ ©Aids Hilfe Wien/Johanna Lea Lassnig
auf dem bild sieht man die eröffnung des magnus* ambulatoriums für sexuelle gesundheit in wien.
Ab heute steht das Zentrum für sexuelle Gesundheit für Anfragen und Termine bereit. Hier gibt es Unterstützung bei Geschlechtskrankheiten.

Neues Zentrum für sexuelle Gesundheit in Wien eröffnet

„Testen, behandeln, begleiten – aus einer Hand und ohne Hürden." Mit dem Zentrum für sexuelle Gesundheit soll Wien sicherer gemacht und besser versorgt werden.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(352 Wörter)
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Mit dem neuen magnus* Ambulatorium für sexuelle Gesundheit hat am heutigen 1. Juni 2026 eine zentrale, niederschwellige Anlaufstelle für sexuelle Gesundheit in Wien eröffnet. Getragen von der Aids Hilfe Wien in enger Kooperation mit der Stadt Wien und den Krankenversicherungsträgern (ÖGK, SVS, BVAEB) vereint das Zentrum erstmals Diagnostik, Therapie, Prävention sowie sozialarbeiterische und psychosoziale Unterstützung unter einem Dach – mehrsprachig, barrierearm und für alle Menschen in Wien.

„Testen, behandeln, begleiten – aus einer Hand und ohne Hürden.“ Dr. Mirijam Hall, Vorsitzende der Aids Hilfe Wien

Sternstunde für sexuelle Gesundheit

Mit dem magnus* Ambulatorium für sexuelle Gesundheit machen wir Wien sicherer, gerechter und gesundheitlich besser versorgt“, betont Dr.in Mirijam Hall, Vorsitzende der Aids Hilfe Wien. Und weiter: „Gerade wenn wir jetzt von der der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC wieder deutlich gezeigt bekommen haben, dass sexuell übertragbare Infektionen in Europa massiv ansteigen, ist so eine niederschwellige Einrichtung die perfekte Antwort darauf“.

Zentrum wird rund 30.000 Kontakte pro Jahr ermöglichen

Das magnus* Ambulatorium wird unter der medizinischen Leitung von Univ. Prof. Dr. Alexander Zoufaly und Dr. Matthias Skocic rund 30.000 Kontakte pro Jahr ermöglichen und als PrEP- und PEP-Referenzzentrum fungieren. Zudem wird erstmals ein statistisches Kompetenzzentrum für sexuell übertragbare Infektionen (STI) in Wien eingerichtet werden. Damit wird nicht nur die Versorgung von für HIV und STI-vulnerablen Menschen und der Gesamtbevölkerung verbessert und, wie bisher nicht-versicherte Menschen mit HIV kompetent weiterbetreut, sondern auch Spitäler und der niedergelassene Bereich entlastet.

Immer mehr Geschlechtskrankheiten in Wien

In ganz Europa nimmt die Zahl der Menschen mit Geschlechtskrankheiten aktuell zu, auch in Wien. Das zeigen die Zahlen des Gesundheitsamtes (MA 15). Bei Gonorrhoe, besser bekannt als Tripper, wurden 2025 in Wien knapp 2.000 Fälle gemeldet. Das sind um 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Einen noch größeren Anstieg gab es bei Syphilis. Hier waren es mit 600 gemeldeten Fällen sogar um 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Unterstützung bei Geschlechtskrankheiten bekommt man im AKH (Allgemeines Krankenhaus Wien) oder ab sofort auch im neuen magnus*Ambulatorium am Mariahlifer Gürtel.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.06.2026 um 14:48 Uhr aktualisiert
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