Treffen in Wien: Größte Polit-Jugend Europas fordert Reformen
Über 50 Jugend-Präsidenten aus ganz Europa trafen sich auf Einladung der Jungen Volkspartei in Wien. Gemeinsam mit Bundeskanzler Stocker plädierten sie für ein handlungsfähiges und weniger bürokratisches Europa.
Wien wurde in den vergangenen Tagen zum Zentrum der europäischen Jugendpolitik. Die Junge Volkspartei (JVP) begrüßte mehr als 50 Präsidenten der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP) aus 22 Ländern zu einer großen Konferenz. Neben einem offiziellen Austausch mit Bundeskanzler Christian Stocker stand auch das Feiern auf dem Programm: Anlass war der 32. Jahrestag der Volksabstimmung über den EU-Beitritt Österreichs.
Weg von der übermäßigen Regulierung
Im Zentrum des Treffens stand die Unterzeichnung einer gemeinsamen Deklaration für ein starkes Europa. „Zu oft hat sich die Europäische Union jedoch in technischen Details und übermäßiger Regulierung verloren. Unser Auftrag ist es, an einem Europa zu arbeiten, das selbstbewusst handelt, Innovation ermöglicht und Sicherheit, Wohlstand sowie Wettbewerbsfähigkeit stärkt“, betonte JVP-Bundesobfrau und Europaministerin Claudia Bauer.
Größte Jugendorganisation unter rot-weiß-roter Führung
Die YEPP ist mit knapp 1,4 Millionen Mitgliedern aus 51 Organisationen die größte politische Jugendorganisation Europas. Seit vergangenem Sommer wird sie mit der Europaabgeordneten Sophia Kircher erstmals von einer Österreicherin angeführt. „Wir glauben an ein Europa, das handelt statt verwaltet und Verantwortung übernimmt“, stellte Kircher in Wien klar. Europa müsse sich stetig erneuern, um den Wohlstand und den Frieden für die Zukunft abzusichern.