10 Betten, 2 Zimmer: Frau soll 500 Euro zahlen, geht zur AK
Frau R. ist in Wien in eine schreckliche Wohnsituation geraten, wie die Arbeiterkammer nun berichtet. Sie wurde Opfer eines Mietwuchers.
Ein Schlafplatz in einer 48 Quadratmeter großen Wohnung sollte die Frau fast 500 Euro kosten. Was erst nicht unbedingt nach einer großen Sache oder einer teuren Wohnung klingt, sollte noch deutlich schlimmer werden. In den zwei Zimmern, die die Wohnung hatte, standen nämlich jeweils fünf (!) Betten, berichten die AK-Experten. Zusätzlich hatte der Vermieter verboten, die Therme aufzudrehen und tauchte mehrfach unangekündigt in der Wohnung auf.
„Fall ist absolut kein Einzelfall“
Mit dem Fall ging die Wienerin zur Arbeiterkammer, die dabei half, den Wuchervertrag rasch aufzulösen. „Allerdings ist der Fall absolut kein Einzelfall“, schütteln die Experten den Kopf. Denn: „Vermieter:innen, die bei Mietwucher erwischt werden, müssen nur das zu viel verlangte Geld zurückgeben. Strafe gibt’s keine.“ Für die AK ist das absolut ein Grund, Druck zu machen. Das müsse sich schleunigst ändern. „Solche Zustände sind unwürdig“, so die AK abschließend, die schon länger fordert, dass der Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes ausgeweitet werden müsse und Verwaltungsstrafen in bestimmten Mietwucher-Fällen vorzusehen seien sollten.