Schockierende Mängel in Wiener Werkstatt: Betrieb muss sofort schließen
Bei einer Kontrolle in Wien-Floridsdorf am 7. Juli haben Behörden schwerwiegende Mängel auf einem Betriebsgelände entdeckt. Wegen möglicher Umweltgefahr musste eine Lkw-Werkstatt umgehend den Betrieb einstellen.
Eine Kontrolle auf einem Betriebsgelände in Wien-Floridsdorf hat am Dienstag (7. Juli) schwerwiegende Mängel ans Licht gebracht. Die Stadt Wien, die Polizei und weitere Behörden entdeckten in einer Werkstatt Zustände, die nach Einschätzung der Einsatzkräfte eine Gefahr für Boden und Grundwasser darstellen könnten.
Öl hätte in den Boden sickern können
Nach Angaben der Stadt wurden auf dem Gelände einer aufgelassenen Werkstatt Lastkraftwagen gewartet. Der Boden der Werkstatt war jedoch in einem alarmierenden Zustand: „Zahlreiche offene Stellen hätten dazu führen können, dass austretendes Öl und andere Betriebsstoffe ungehindert in den Untergrund sickern und einen erheblichen Schaden für Boden und Grundwasser verursachen“, schildert die Stadt Wien in einer Presseaussendung die Situation. Zusätzlich fanden die Einsatzkräfte mehrere Gasflaschen, für die laut Stadt keine gültigen Prüfungen nachgewiesen werden konnten.
Betrieb sofort eingestellt
Aufgrund der festgestellten Mängel musste die Werkstatt ihren Betrieb umgehend einstellen. Der Betreiber wurde außerdem aufgefordert, den Bereich zu räumen und mehrere abgestellte Fahrzeuge – darunter Lastwagen ohne Reifen – vom Gelände zu entfernen. Gegen den Verantwortlichen werden nun mehrere Anzeigen erstattet. Die Wasserpolizei übermittelte den Fall zudem an die Staatsanwaltschaft, die prüfen soll, ob strafrechtliche Konsequenzen folgen. Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, betont:
Es ist grob verantwortungslos, eine erhebliche Gefahr für unsere Umwelt in Kauf zu nehmen. Durch das rasche Einschreiten der beteiligten Dienststellen konnte womöglich ein erheblicher Umweltschaden verhindert werden.“