Flughafen Wien: Zoll beschlagnahmte tonnenweise Obst und Pflanzen
Verbotene Urlaubssouvenirs: Der Zoll beschlagnahmte seit Jahresanfang rund drei Tonnen an Obst, Gemüse, Schnittblumen und lebenden Pflanzen am Flughafen Wien-Schwechat.
Viele Reisende wissen gar nicht, dass für Pflanzen, Obst, Gemüse, Samen und Schnittblumen aus Nicht-EU-Ländern strenge Einfuhrbestimmungen gelten. Darum informieren Bundesminister Norbert Totschnig (ÖVP), Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), Flughafenvorstand Günther Ofner sowie die beiden AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner und Anton Reinl im Rahmen der EU-weiten Kampagne #PlantHealth4Life über die Risiken.
Verbotene Urlaubssouvenirs
„Mit der steigenden Reisetätigkeit in der Ferienzeit wächst auch unsere Verantwortung, Natur und Artenvielfalt zu schützen. Was als gut gemeintes Urlaubssouvenir gedacht ist, kann gefährliche Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten einschleppen und damit unsere Ökosysteme, die Landwirtschaft und heimische Lebensräume gefährden“, betont Totschnig. Bestimmte Urlaubsmitbringsel unterliegen zudem den CITES-Bestimmungen zum Artenschutz. Solche Souvenirs dürfen zum Teil gar nicht oder nur mit einer offiziellen Genehmigung eingeführt werden. „Auch wenn Tiere oder Pflanzen bereits tot und zu Souvenirs verarbeitet sind, trägt man zum Rückgang dieser Art bei. Deshalb gilt, im Zweifel lieber ein Foto als eine Pflanze oder gar ein Tier mit nach Hause bringen – schöne Erinnerungen sind das beste Souvenir“, ergänzt der Bundesminister.
Vom Apfel bis zur Mango
„Fast 500 Beanstandungen bei Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen am Flughafen Wien im ersten Halbjahr zeigen, wie wichtig diese Kontrollen sind, um die Einschleppung von Schadorganismen zu verhindern. Ich appelliere an alle Reisenden, sich über die entsprechenden Bestimmungen vorab zu informieren und danke unseren Zöllnerinnen und Zöllnern für ihren unermüdlichen Einsatz“, erklärt auch Staatssekretärin Eibinger-Miedl. Besonders häufig wurden heuer Mangos und Zitrusfrüchte mitgenommen. Regelmäßig aufgegriffen wurden zudem Melanzani, Gurken und Äpfel.
Tonnenweise Fleisch, Fisch, und Co. beschlagnahmt
Aber nicht nur Pflanzen stehen bei der Einreise im Fokus: Auch mitgeführte Lebensmittel und lebende Tiere werden überprüft. Verantwortlich für diese Kontrollen sind die Grenztierärzte des Bundesamtes für Verbrauchergesundheit (BAVG). „Für die Lebensmittelsicherheit in Österreich und den Schutz vor übertragbaren Tierkrankheiten ist eine enge und gut koordinierte Zusammenarbeit, zwischen dem Zoll und dem BAVG von zentraler Bedeutung“, so AGES-Geschäftsführer und BAVG-Direktor Reinl. Bei Tieren und tierischen Erzeugnissen verzeichneten die Behörden 839 Aufgriffe. Dabei wurden fast 9,5 Tonnen an Fleisch, Fisch, Milch, Eiern und Honig sichergestellt.
Vorab über Einfuhrbestimmungen informieren
„Niemand wünscht sich, dass eine tolle Urlaubsreise mit einem Zollproblem endet, deshalb sollten sich Reisende rechtzeitig über die geltenden Einfuhrbestimmungen informieren, denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, hebt Flughafenvorstand Ofner abschließend hervor.