Horror-Hitze in Wien: Stadt muss Wiesen verdorren lassen
Die Extremhitze setzt Wiens Grünflächen massiv unter Druck – und zwingt die Stadt zu einer Art „Triage“: Eine flächendeckende Bewässerung sei unmöglich, sagen die Stadtgärten, Priorität habe das Gießen der gefährdeten Jungbäume.
„Zu heiß für mich in dieser Stadt“, sang einst Falco – und zu heiß ist es auch für die Pflanzen Wiens. Laut Stadtgärten sei es bei Hitze schlicht nicht möglich, überall grünes Gras zu erhalten. Wien habe in den vergangenen Jahren 500.000 Quadratmeter Asphalt entsiegelt und in Grünflächen verwandelt – der Zuwachs intensiviere die Pflege, heißt es im ORF.
So werden Wiens Bäume gerettet
Täglich sind rund 150 Mitarbeiter unterwegs, um Bäume und Blumen zu gießen – rund 400.000 Liter Wasser werden dafür pro Tag eingesetzt. Unterstützt wird das Team durch 25.000 Bewässerungssäcke, die rund um Jungbäume angebracht werden.
Schwammstadt soll helfen
Damit Wien langfristig besser mit Hitze umgehen kann, setzt die Stadt auf das Schwammstadtprinzip: Der Untergrund wird dabei so gestaltet, dass Wasser gespeichert und langsam abgegeben werden kann. Das schützt Wurzeln, verbessert das Mikroklima und entlastet die Gärtner.