Keine Science-Fiction: Warum in Wien 3.000 Meter tief in die Erde gebohrt wird
In Aspern entsteht ein Projekt, das wie Science-Fiction von Jules Verne klingt: Für Wiens erste Tiefengeothermie-Anlage wurde drei Kilometer tief in die Erde gebohrt. Das Ziel: klimaneutrale Wärme für zehntausende Haushalte.
Wien Energie und OMV haben erstmals Untergrundwasser aus rund 3.000 Metern Tiefe an die Oberfläche befördert und im Rahmen eines „Looptests“ wieder zurückgeleitet. Das heiße Wasser aus dem Erdinneren soll künftig direkt in das Wiener Fernwärmenetz eingespeist werden.
2029 geht die Anlage in Betrieb
Das Anlagengebäude für das „deeep“-Projekt soll Anfang 2027 errichtet werden, die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2029 geplant. 90 Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Ab dem Jahr 2040 sollen damit rund 25.000 Wiener Haushalte klimaneutral versorgt werden.