Nach Überfall auf Dorotheum läuft Großfahndung: Täter ließ Beute zurück
Obwohl die Polizei die am Tatort zurückgelassene Beute bereits sichern konnte, fahndete sie am Freitag weiter nach dem Täter, der von mehreren Zeugen gesehen wurde.
Nach dem Überfall auf eine Dorotheum-Filiale in Wien-Währing am gestrigen Donnerstagnachmittag, dem 6. August 2026, hat die Polizei vier anwesende Angestellte vernommen. Wie die Polizeisprecherin Irina Steirer gegenüber der APA erklärt, stimmen deren Aussagen bezüglich der Täterbeschreibung überein. Die Mitarbeiter hatten nach dem Alarm das Geschäft fluchtartig verlassen. Auch der Täter ergriff schließlich die Flucht – ließ die Beute laut Polizei jedoch zurück.
Auswertung läuft weiter
Laut der Sprecherin konnte die mutmaßliche Beute noch am Tatort sichergestellt werden. Worum es sich dabei genau handelt, ist derzeit noch unklar. Während die Spurensicherung vor Ort andauert, werten die Ermittler auch Videoaufnahmen aus dem Geschäft aus. Nähere Einzelheiten dazu stehen noch aus.
Zeugin meldete maskierten und wahrscheinlich bewaffneten Mann im Geschäft
Die Ermittler rekonstruieren derzeit noch den genauen Tatablauf – auch dazu, wer den Alarm auslöste, gibt es noch keine gesicherten Angaben. Der Alarmierte Einsatz begann kurz nach 15 Uhr in der Währinger Straße, als eine Zeugin einen maskierten und womöglich bewaffneten Mann im Geschäft meldete. Da die Lage unübersichtlich war, befürchtete die Polizei vorerst, dass sich der Bewaffnete noch zusammen mit weiteren Personen in den Räumen befand.
Anrainer konnten nicht in und aus ihren Wohnungen
Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab, evakuierte umliegende Geschäfte und verwehrte Anwohnern vorübergehend den Zutritt. Neben zahlreichen Polizeieinheiten kamen auch die Spezialkräfte WEGA und Cobra inklusive Diensthunden zum Einsatz. Bei der anschließenden Durchsuchung des Gebäudes wurde der Täter jedoch nicht mehr angetroffen. Gegen 19.00 Uhr konnte der stundenlange Großeinsatz ohne Verletzte beendet und die Sperren aufgehoben werden.