„Mehrere Generationen geprägt“: Wien trauert um verstorbenen Grafiker
Tino Erben, ein bedeutender österreichischer Grafiker und Artdirector, ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Die Stadt Wien trauert um einen, der "mit seinem künstlerischen Schaffen Maßstäbe gesetzt hat".
Bürgermeister Michael Ludwig trauert um den bedeutenden Grafiker und Artdirector, „der mit seinen ikonischen Entwürfen das visuelle Erscheinungsbild dieser Stadt über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat“. Seine Arbeiten seien aus dem Wiener Kulturleben nicht mehr wegzudenken und würden „als prägende Beiträge zur österreichischen Gestaltungskultur“ in Erinnerung bleiben. Schließlich drückt Ludwig der Familie von Erben und seinen Angehörigen noch sein tief empfundenes Beileid aus. Und auch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler weiß, dass Erben mit seinem künstlerischen Schaffen „Maßstäbe gesetzt und mehrere Generationen von GrafikerInnen geprägt hat“.
Das Wirken des Tino Erben
Tino Erben wurde 1933 in Wien geboren und studierte dann von 1954 bis 1958 an der Akademie für angewandte Kunst Wien. Ab 1980 wirkte er auch als Lehrbeauftragter für Schriftgestaltung und leitete von 1988 bis 2001 die Meisterklasse für Grafik an der Hochschule für angewandte Kunst. Als Artdirector hat er von 1984 bis 1989 bei den Wiener Festwochen mitgewirkt, als Grafikdesigner Plakate, Kataloge und Drucksachen für zahlreiche kulturelle Institutionen und Veranstaltungen entworfen. Zudem prägte er mit der Schriftgestaltung für die Wiener U-Bahn das Stadtbild nachhaltig.
Tino Erben ist mehrfach ausgezeichnet worden
„Seine Arbeiten sind unter anderem im Wien Museum, im Plakatmuseum Warschau und in der Mährischen Galerie in Brünn vertreten“, weiß die Stadt in einer Aussendung. Der nun Verstorbene wurde unter anderem mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, dem Preis der Stadt Wien für angewandte Kunst, dem Plakatpreis Vis-Com Kongress und dem österreichischen Staatspreis für Buch- und Umschlaggestaltung ausgezeichnet.