Nach fast 80 Jahren: Gemeinnütziger Verein ist jetzt insolvent
Über das Vermögen des "Österreichischen Buchklubs der Jugend" wurde am Mittwoch, 19. August 2026, ein Konkursverfahren eröffnet, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) berichtet.
Ende der 1940er-Jahre wurde der Österreichische Buchklub der Jugend gegründet, nun wurde ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet, so der KSV1870. Beim Schuldner handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der sich der Förderung der Lese- und Literaturkompetenz von Kindern und Jugendlichen widmet. Man entwickelt Leseförderangebote für Schulen und unterstützt Pädagogen durch didaktische Materialien bzw. Projekte.
Passiva in Höhe von 186.000 Euro
Von der Insolvenz sind laut KSV1870 elf Dienstnehmer und 23 Gläubiger betroffen, die Passiva liegen laut Schuldnerangaben bei rund 186.000 Euro. In die Insolvenz sei man vor allem wegen eines „erheblichen Rückgangs der Mitglieder- und Abonnentenzahlen“ geschlittert, so der KSV1870 weiter. Finanziert hat man sich nämlich insbesondere über Mitgliedschaften und damit verbundene Zeitschriftenabonnements sowie über Förderungen und Projekte. Der Zeitschriftenbereich wurde jedoch neu strukturiert, die Mitglieder- und Abonnentenzahlen sind daraufhin eben zurückgegangen.
Unklar ob und wie es weitergeht
Laut eigenen Angaben würden dieser Rückgang bei der wichtigsten Einnahmequelle sowie rückläufige Förderung den nunmehrigen Antrag notwendig machen. Informationen über eine geplante Sanierung des Unternehmens würden dem KSV1870 laut Alexander Greifeneder nicht vorliegen. Und: „Die Insolvenzverwalterin wird nunmehr zu prüfen haben, ob ein zumindest vorläufiger Fortbetrieb des Unternehmens möglich ist oder die Schließung des Unternehmens zu veranlassen ist.“