Initiative „Gürtelliebe“ sammelt Unterschriften für Tempo 30 am Gürtel
Die Initiative „Gürtelliebe“ sammelt Unterschriften für Tempo 30 auf dem Wiener Gürtel. Das Versprechen: weniger Lärm, Staus und Unfälle bei besserer Luft und Aufenthaltsqualität.
Die Stadt will den Verkehr gezielt auf Hauptstraßen verlagern und Wohnviertel durch Tempo 30 beruhigen. Ein 30er-Limit auf dem Gürtel würde dieses Prinzip aushebeln: Autofahrer würden dann vermehrt auf Wohnstraßen ausweichen, weil sie dort genauso schnell vorankämen, warnt Markus Raab (Leiter der MA 46). Das berichtet zuerst der ORF Wien. Weniger Verkehr auf der Hauptstraße würde so durch mehr Verkehr im Wohngebiet erkauft.
Auch die Straßenverkehrsordnung spricht gegen die Forderung
Ein rechtliches Hindernis stellt die Straßenverkehrsordnung dar: Innerorts gilt grundsätzlich Tempo 50. Eine Reduktion verlangt nach triftigen Ausnahmegründen, die sich in Wohngebieten zwar leicht begründen lassen, auf einer Hauptverkehrsader wie dem Gürtel jedoch rechtlich kaum haltbar sind.
Initiative zählt aktuell 500 Unterschriften
Der Wiener Gürtel gehört mit etwa 70.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten befahrenen Routen der Stadt. Ansätze und Ideen zur Verkehrsberuhigung rund um die inneren Bezirke gab es im Laufe der Jahre bereits viele. Eine neue Initiative fordert nun Tempo 30 und hat bislang knapp über 500 Unterschriften gesammelt.