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Symbolfoto von 5min.at: Das Bild zeigt einen Arztkittel
Patientin nach Nahost-Aufenthalt an Krim-Kongo-Fieber erkrankt.

Seltene Infektion: Krim-Kongo-Fieber bei Patientin in Wien bestätigt

In Wien ist ein Fall von Krim-Kongo-Fieber bestätigt worden. Die Patientin wird in der Klinik Favoriten isoliert behandelt. Angesteckt haben dürfte sie sich während eines Aufenthalts im Nahen Osten.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(307 Wörter)
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In Wien ist ein Fall einer seltenen Infektionskrankheit bestätigt worden. Eine Patientin wird derzeit in der Klinik Favoriten des Wiener Gesundheitsverbundes wegen Krim-Kongo-Fiebers behandelt. Nach Angaben der Stadt Wien befindet sie sich in einem stabilen Zustand. Die Erkrankung wurde nach einem Aufenthalt der Patientin im Nahen Osten festgestellt. Dort dürfte auch die Ansteckung erfolgt sein. Nachdem erste Beschwerden aufgetreten waren, suchte die Frau zeitnah medizinische Hilfe.

Patientin auf Sonderisolierstation

Aufgrund der Symptome wurde frühzeitig das Team der Infektiologie und Tropenmedizin hinzugezogen. Die Patientin wurde entsprechend den medizinischen und hygienischen Vorgaben isoliert. Die diagnostischen Untersuchungen bestätigten inzwischen den Verdacht auf eine Infektion mit dem Krim-Kongo-Virus. „Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernstzunehmende Infektion“, erklärt Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten. Die Patientin werde auf einer Sonderisolierstation von einem spezialisierten Team betreut. Weitere persönliche Angaben oder Details zum Gesundheitszustand der Patientin veröffentlicht die Stadt Wien aus Gründen des Datenschutzes nicht.

Über das Krim-Kongo-Fieber

Das Krim-Kongo-Fieber wird durch ein Virus ausgelöst und tritt vor allem in bestimmten Regionen Afrikas, Südosteuropas, des Nahen Ostens und Asiens auf. Häufig erfolgt die Übertragung über den Stich infizierter Zecken. Auch ein Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere kann zu einer Ansteckung führen. Zu den möglichen ersten Krankheitszeichen zählen unter anderem plötzliches Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Rückenschmerzen. Auch Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen können auftreten. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Blutungen und Beeinträchtigungen verschiedener Organe kommen.

Ansteckung im Alltag äußerst unwahrscheinlich

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich. Dafür ist allerdings vor allem ein enger, ungeschützter Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten relevant. Im normalen Alltag besteht laut Gesundheitsinformation hingegen kaum ein Übertragungsrisiko. Eine Ansteckung durch gewöhnliche soziale Kontakte gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Klinik auf seltene Infektionen vorbereitet

Die Infektiologie der Klinik Favoriten ist auf die Behandlung von Infektions- und Tropenerkrankungen spezialisiert. Für den Umgang mit hochinfektiösen Erkrankungen bestehen entsprechende Abläufe und Schutzmaßnahmen. Die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und trainieren auch gemeinsam mit den Einsatzorganisationen verschiedene Szenarien. Dadurch sollen sowohl die Versorgung erkrankter Personen als auch der Schutz von Personal und anderen Patienten gewährleistet werden. Die Patientin wird derzeit weiterhin von den Experten der Klinik betreut.

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