Ab 1. September: Neue E-Scooter-Regeln in Wiener U-Bahnen und Öffis
Ab 1. September 2026 gelten für E-Scooter in Wiens U-Bahnen die selben Spielregeln wie auch für Fahrräder: Sie dürfen ab dann nur noch außerhalb der Stoßzeiten mitgenommen werden.
Täglich bringen die Wiener Linien knapp 2,5 Millionen Fahrgäste sicher und bequem an ihr Ziel. Ab September 2026 werden zudem nun die Beförderungsbedingungen aktualisiert – und dabei vor allem für E-Fahrzeuge Verschärfungen eingeführt. So dürfen E-Scooter in der U-Bahn ab 1. September etwa nur noch zu Stoßzeiten mitgeführt werden – wie das derzeit auch schon bei E-Bikes der Fall ist. Heißt: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr und ab 18.30 Uhr bis Betriebsschluss. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ist die Mitnahme ganztägig erlaubt.
Scooter ohne E-Antrieb dürfen weiterhin mitgenommen werden
Die aktualisierten Beförderungsbedingungen besagen zudem, dass E-Fahrzeuge in Bussen oder der Straßenbahn der Wiener Linien überhaupt nicht mehr transportiert werden dürfen. Diese Regelung gilt für zusammenklappbare E-Bikes ebenso wie für E-Scooter. All das soll für mehr Komfort in den Öffis sorgen und einen reibungsloseren Fahrgastwechsel besonders während der Stoßzeiten ermöglichen. Und, so die Wiener Linien: „Scooter ohne E-Antrieb nehmen deutlich weniger Platz ein und dürfen weiterhin zusammengeklappt zu jeder Zeit und in allen Fahrzeugen mitgenommen werden.“
„Unsere Öffis sind das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität“
Für Öffi-Stadträtin Ulli Sima ist nämlich klar: „Unsere Öffis sind das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität in Wien. Damit täglich Millionen Fahrgäste sicher und komfortabel unterwegs sind, braucht es klare Regeln für alle. Mit den neuen Beförderungsbedingungen sorgen wir für mehr Platz in den Fahrzeugen und verbessern das Miteinander in Bus, Bim und U-Bahn.“
Fährst du mit den Öffis?
50 Euro-Strafen, wenn man sich nicht an Spielregeln hält
Hält man sich nicht an die neuen Spielregeln, muss man künftig mit entsprechenden Strafen rechnen – in Höhe von 50 Euro, so die Wiener Linien. Ebenfalls gestraft werden kann übrigens, wer am Bahnsteig mit einem (E)-Scooter fährt und damit gegen die Regeln verstößt. Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, weiß ebenfalls: „E-Scooter sind Teil moderner urbaner Mobilität. Aber wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, braucht es klare Regeln.“
„Nehmen Rückmeldungen unserer Fahrgäste sehr ernst“
Und Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl ergänzt noch: „Wir nehmen die Rückmeldungen unserer Fahrgäste sehr ernst. Sie zeigen ebenso wie unsere internen Analysen, dass E-Scooter, insbesondere in stark ausgelasteten Fahrzeugen, als störend empfunden werden und den Fahrgastwechsel erschweren können. Mit den neuen Regeln reagieren wir auf diesen Handlungsbedarf und schaffen eine klare, nachvollziehbare Lösung, die den Komfort und das Miteinander in den Öffis verbessert.“