Mutter „schockiert und fassungslos“ über Eis mit Sex-Sprüchen bei Wienopolis
Das Facebook-Posting einer Mutter aus Wien, das sie am 28. August 2026 abgesetzt hat, ist über das Wochenende absolut viral gegangen. Grund dafür: An Kinder soll Eis mit sexuellen Anspielungen verteilt worden sein.
Und das nicht irgendwo sondern ausgerechnet bei der beliebten „Kinderstadt Wienopolis“ im Rathaus. Die größtenteils jungen Besucher haben dort Wassereis bekommen – sexuelle Anspielungen darauf inklusive. So sind etwa drei Stück des Eises zu sehen. Die Texte darauf: „Lutsch dein Ding“, „saugen und lutschen erlaubt“ und „nur hart machts Spaß“.
„Eine Form von psychischer Grenzüberschreitung an unseren Kindern“
Sie selbst würd emit ihren Kindern seit drei Jahren die Veranstaltung im Wiener Rathaus besuchen. „Ein eigentlich tolles Konzept für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren, um Berufe auszuprobieren, zu arbeiten und ihre Freizeit zu gestalten“, so die Mutter. Als am letzten Tag die übrig gebliebenen Süßigkeiten – darunter auch besagtes Wassereis – ausgeteilt wurde, sei sie „schockiert und absolut fassungslos“ gewesen. Für sie sei das „eine Form von psychischer Grenzüberschreitung an unseren Kindern“. Gerade bei einem Event, das sich selbst „Stadt der Kinder“ nennt, sollte das Kindeswohl eine zentrale Rolle spielen, so die Frau, die sich „höchste Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein“ erwartet hätte. Und abschließend: „Kinderschutz is nicht verhandelbar.“
Veranstalter entschuldigt sich in Posting ausdrücklich
Jene klare Stellungnahme, die sie in ihrem Posting ebenfalls gefordert hatte, hat der Veranstalter „WIENXTRA“ am heutigen Sonntag, 30. August 2026, tatsächlich veröffentlicht. In einem Posting möchte man den Sachverhalt einerseits klarstellen, andererseits möchte man sich „ausdrücklich entschuldigen“. Damit sie nicht in Umlauf geraten, seien die Eissorten mit den anzüglichen und inadäquaten Sprüchen von den Mitarbeitern im Laufe der Woche eigentlich konsequent aussortiert worden, versichert man. Gegen Ende der Veranstaltung sei aber ein Fehler passiert und genau diese Produkte wurden „versehentlich ausgegeben“, wie man erklärt.
„Das war ein großer Fehler, der nie passieren darf“
Was den Vorfall umso bedauerlicher machen würde: „Die tatsächlich aufgedruckten Sprüche entsprachen dabei nicht den Angaben, die uns im Vorfeld vorlagen.“ Man weiß jedoch: „Das war ein großer Fehler, der nicht passieren darf. Kinderschutz hat für WIENXTRA und für unsere gesamte Arbeit immer oberste Priorität.“ Die Botschaften auf den Produkten seien mit den Werten, die man selbst ausstrahlen möchte, und dem Anspruch an Kinder- und Jugendarbeit, den man habe, „nicht vereinbar“. Und abschließend: „Wir bedauern sehr, dass es trotz der vorgesehenen Kontrollen dazu gekommen ist, und entschuldigen uns dafür ausdrücklich.“