Wenn’s staut: Freie Fahrt für Busse am Pannenstreifen
Ab Montag, 7. September (5 Uhr), gilt bei Staus freie Fahrt für Busse auf dem Pannenstreifen der A4 Richtung Wien. Und zwar, um Pendlern trotz der Arbeiten auf der Wiener Stammstrecke verlässliche Fahrzeiten zu garantieren.
Die A4 (Ost-Autobahn) ist eine der wichtigsten Pendlerrouten in Richtung Wien. Vor allem im Berufsverkehr sind viele Menschen gleichzeitig unterwegs. Durch die Arbeiten auf der Wiener Stammstrecke werden künftig mehr Pendlerinnen und Pendler mit dem Bus unterwegs sein. Um auch in Verkehrsspitzen verlässliche Fahrzeiten zu gewährleisten, dürfen Busse des öffentlichen Nahverkehrs auf einem Abschnitt der A4 Richtung Wien künftig im Fall eines Staus den Pannenstreifen nutzen. Das Projekt startet am kommenden Montag, 7. September um 5 Uhr früh.
Vorhandene Infrastruktur soll bestmöglich genutzt werden
„Gerade auf stark belasteten Pendlerstrecken ist eine kluge Nutzung vorhandener Infrastruktur entscheidend. Die neue Regelung ermöglicht verlässlichere Fahrzeiten für Busse und ihre Fahrgäste und zeigt, dass wir in der ASFINAG multimodal, also an alle Verkehrsträger denken. Denn davon profitieren nicht nur die Öffinutzerinnen und Öffinutzer, sondern das gesamte Verkehrssystem“, betonen die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser.
Fahrgäste können auf pünktliche Ankunft vertrauen
Für Bundesminister Peter Hanke (SPÖ) steht die Verlässlichkeit für Pendlerinnen und Pendler im Vordergrund. Wenn Busse selbst bei dichtem Verkehr pünktlich vorankommen, nütze das täglich Tausenden Menschen auf dem Weg nach Wien. Solche intelligenten Ansätze seien wegweisend für die Zukunft der Mobilität. Auch Alfred Loidl, Vorstand des ÖBB Postbus, hebt hervor, dass Fahrgäste auf eine pünktliche Ankunft vertrauen können müssen. Die Freigabe des Pannenstreifens bei Stau erhöhe die Planbarkeit auf der A4 erheblich und zeige exemplarisch, wie vorhandene Infrastruktur effizient genutzt werden könne, um Personen rasch und komfortabel zu befördern.
Die Pannenstreifenfreigabe greift nur bei Stau
Die Ausnahmeregelung tritt ausschließlich bei stockendem Verkehr in Kraft und ist reserviert für Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer bleiben auf ihren Spuren. Wichtig für die Sicherheit: Die Rettungsgasse ist zwischen den regulären Fahrstreifen zu bilden, damit der Pannenstreifen als Busspur passierbar bleibt. Ein unberechtigtes Ausweichen auf die Standspur blockiert den Busverkehr und untergräbt das Ziel der Maßnahme. Spezielle Beschilderungen vor Ort informieren über die geänderte Regelung.
Die wichtigsten drei Regeln:
- Busse nutzen den Pannenstreifen nur im Staufall.
- Die Rettungsgasse wird zwischen den Fahrstreifen gebildet.
- Der Pannenstreifen bleibt frei.