Waffenversteck in Wien: Mutmaßliche Hamas-Mitglieder angeklagt
Gegen sieben mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Hamas wurde in Deutschland Anklage erhoben. Sie sollen Waffen für Anschläge auf israelische oder jüdische Ziele in Deutschland und Österreich beschafft haben.
Bereits im November 2025 wurde etwa in Wien ein Waffenversteck ausgehoben. Rund um den 7. Oktober 2025 – also der zweite Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel – hätte ein Anschlag stattfinden sollen, die ersten drei Verdächtigen wurden jedoch kurz davor, am 1. Oktober 2025, in Berlin festgenommen. Laut Anklage hatte die Gruppe 13 Pistolen, ein vollautomatisches Gewehr und mehr als 700 Schuss Munition zu dem Zeitpunkt. In den Folgemonaten konnten noch weitere sechs Männer in mehreren europäischen Ländern festgenommen werden.
Anklage geht von konkretem Anschlagsplan aus
Auch ein vorbereitetes Bekennervideo wurde gefunden, es ist also von zumindest einem konkreten Anschlagsplan auszugehen. Sieben der neun Beschuldigten wurden nun vor dem Berliner Kammergericht angeklagt. Ihnen wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie die Vorbereitung einer schweren, staatgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Für sie alle gilt die Unschuldsvermutung.