Skip to content
/ ©Montage: Canva
auf dem bild von 5min.at sieht man eine schockierte frau in einer wohnung.
Die Täter mieten Unterkünfte über Plattformen wie Airbnb, führen vor Ort echte Besichtigungen durch und kassieren Kaution sowie Erstmiete. Kurz vor der Schlüsselübergabe tauchen sie dann mit fadenscheinigen Ausreden unter.

Falsche Wohnungsinserate in Wien: AK warnt vor „Airbnb-Wohnungen als Köder“

Vorsicht bei der Wohnungssuche in Wien: Kriminelle nutzen vermehrt gefälschte Inserate, um Suchende um ihr Erspartes zu bringen. Alleine bei der Wohnrechtsberatung der AK Wien gingen im August vier neue Fälle ein.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(272 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Die Suche nach einer passenden Mietwohnung in Wien ist oft eine Herausforderung und macht Betroffene verwundbar für kriminelle Machenschaften. Im August verzeichnete die Wohnrechtsberatung der Arbeiterkammer Wien erneut eine gehäufte Welle von betrügerischen Wohnungsinseraten. Alleine dort schlugen innerhalb eines Monats vier konkrete Fälle auf, betont Simone Brunnhauser von der AK gegenüber 5 Minuten. Experten warnen eindringlich vor den ausgefeilten Methoden der Btrüger.

Angemietete Airbnb-Wohnungen als Köder

Die Betrüger gehen dabei dreist vor. Um den Schein der Seriosität zu wahren, mieten sie kurzzeitig Wohnungen über Plattformen wie Airbnb an und vereinbaren darin echte Besichtigungstermine mit potentiellen Nachmietern. Nach der Besichtigung kommt es zum scheinbaren Abschluss eines Mietvertrages. Erst wenn Kaution und meist auch die erste Monatsmiete überwiesen sind, folgt der Schock: Kurz vor der ausgemachten Schlüsselübergabe erfunden die Betrüger plötzliche Notfälle, etwa den angeblichen Todesfall eines Angehörigen, oder sie erscheinen schlichtweg nicht am vereinbarten Treffpunkt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Täter meist nicht mehr erreichbar und das überwiesene Geld ist verloren.

Wie man Fake-Anzeigen frühzeitig erkennen kann

Um sich vor finanziellen Verlusten zu schützen, sollten Suchende vor Geldüberweisungen folgende Schritte beachten:

Unbedingt genau prüfen:

  • Plattformen abgleichen: Prüfen Sie vorab, ob die inserierten Bilder oder die Wohnung identisch auf Kurzzeit-Mietportalen (wie Airbnb) zu finden sind.

  • Eigentümer überprüfen: Ein Blick in den Grundbuchauszug schafft Gewissheit. Stimmt der Name des angeblichen Vermieters nicht mit dem eingetragenen Eigentümer überein, ist Vorsicht geboten.

Was tun im Ernstfall?

Wer auf ein falsches Inserat hereingefallen ist, muss schnell handeln. Wenn sich der vermeintliche Vermieter nicht mehr meldet und Zahlungen bereits getätigt wurden, bleibt als erster Schritt der Gang zur Polizei, um umgehend Anzeige zu erstatten. Im schlimmsten Fall droht den Opfern sonst nicht nur der komplette Verlust des Ersparten, sondern auch das plötzliche Stehen ohne Unterkunft.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes