„Spritzer statt Smartphone“: Radikale Anti-Handy-Bewegung erobert Wien
Schwarz-weiße Zettel mit provokanten Sprüchen gegen Smartphones sorgen in Wien für Aufsehen. Hinter der Aktion steckt die „Radikale Anti Smartphone Front“, die nach London, Hamburg und Brüssel auch in Wien aktiv geworden ist.
Die Bewegung kritisiert den „exzessiven Gebrauch von Smartphones“ und sozialen
Netzwerken. Initiator Benno Flügel bezeichnet die „ständige digitale Präsenz als Problem für den Zusammenhalt der Gesellschaft“. Ziel sei es, „Menschen wieder stärker aus der
Online-Welt in reale Begegnungen zu bringen“, so der Berliner zu 5 Minuten.
Bibliothek statt Bildschirm
Die Radikale Anti Smartphone Front (RASF) wirbt für „algorithmusfreie Räume“ wie Bibliotheken, Museen, Kinos oder Bars. Statt Likes, Followern und Abonnenten seien echte Freundschaften wichtiger. Der Slogan der Bewegung lautet daher sinngemäß: lieber ein Spritzer mit Freunden als stundenlang aufs Handy starren.
Positive Reaktionen
Laut Flügel stößt die Aktion in Wien auf großes Interesse. Die Bewegung verstehe sich
allerdings nicht als politische Organisation, sondern als satirisches Kunstprojekt. Wer
mitmachen möchte, bekommt dennoch einen klaren Rat: Social-Media-Konten löschen und so wieder mehr Zeit im echten Leben verbringen.