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Reportage
Revierinspektor Bernd Opriessnig vom Posten Landskron war mit seinem Kollegen Manfred Gruber auf Streife unterwegs - dann erfolgte die Alarmierung zum Einsatzort. © KK

Top-Erfolg für Polizisten

Ex-Cobra-Beamter stellt Tresorknacker

Landskron – Die Einbrüche in unserer Region nehmen immer mehr zu. Letzten Sonntag stellte ein ehemaliger Cobra-Beamter der Villacher Polizeiinspektion Hauptplatz den „Tresorknacker von Landskron“ auf frischer Tat. Wir sprachen exklusiv mit den Landskroner Beamten, die als erste am Einsatzort waren. Ein toller Erfolg für die Exekutive in Villach.

Unterwegs auf Streife

Für Revierinspektor Bernd Opriessnig und seinen Kollegen Manfred Gruber von der Polizeiinspektion Landskron sollte der Sonntag, 6. März 2016 im Streifenwagen ein Tag wie jeder andere werden. Bis es um 21.16 Uhr zu einem Alarm im „Bellaflora“ in Landskron kam. Der ausgelöste ÖWD Alarm ging in der Polizei-Stadtleitstelle in Villach ein – dann wurden Opriessnig und Gruber wie auch zwei weitere Streifen zum Einsatzort gerufen. Für alle Exekutivbeamten war nur eines sofort klar, dass der Alarm aus dem Büro des Geschäftes kam – denn der Büroraum war gesichert.

Opriessnig schildert wie der „Tresorknacker aus Landskron“ dingfest gemacht werden konnte - © KK

Alarm aus dem „Bellaflora“ Geschäft

Der 42-jährige Revierinspektor Opriessnig schildert das Eintreffen: „Mein Kollege Manfred Gruber und ich waren die erste Streife am Einsatzort. Wir wussten, vom Büro ging der Alarm aus. Das Gebäude wurde von allen Seiten gesichert, überall waren Kollegen platziert. Wir suchten mit Taschenlampen nach Einbruchsspuren – vergeblich.“ Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Täter, der vermutlich keine Blumen für seine Liebste mitnehmen wollte, noch im Gebäude. Er dürfte das Eintreffen der Polizei nicht vernommen haben. In einem Büroraum brach er den Tresorschrank auf und leerte die Kassenladen. „Wir wußten nicht, wie wir in das Objekt hineinkommen sollten. Es gab keine Einbruchsspuren und der vor Ort verantwortliche Wachdienst ÖWD hatte keine Schlüssel für das Objekt,“ erzählt der Bodensdorfer, der seit vier Jahren am Posten in Landskron ist. Die Glasschiebetüren die das Geschäft öffnen, wiesen keine Spuren auf. „Wir versuchten die Tür aufzuziehen, erfolglos.“ Dann ging alles ganz schnell …

Tresorknacker bei der Arbeit

„Kollegen vom Villacher Hauptplatz die auch da waren, nahmen plötzlich Geräusche war. Jetzt wussten wir, der Einbrecher befindet sich außerhalb des Objektes“. Der Täter stand dann plötzlich im Außenbereich des Geländes und versuchte zu flüchten. „Als er die Kollegen sah, sprang er über den Zaun und lief über einen Acker in Richtung Drauschleife davon. Sofort wurden wir alle über Funk verständigt“, schildert Opriessnig die alles entscheidenden Sekunden. „Ich bin in die, von meinem Kollegen beschriebene Richtung, losgerannt. Andere Beamte haben den Flüchtigen nachgerufen,“ erklärt er.

Dann klickten die Handschellen

Aufgrund der aussichtlosen Situation und der Vielzahl an Polizeikräften am Areal blieb der Tresorknacker stehen. Er wurde von einem Villacher Polizisten, der vorher bei der Spezialeinheit Cobra aktiv war, gestellt. „Der Täter wurde aufgefordert sich hinzuknien,“ erzählt Opriessnig den weiteren Verlauf. Zur Eigensicherung der Beamten wird der Täter durchsucht – man fand ein Jagdmesser bei dem 34-jährigen Villacher. „Ihm wurden dann Handschellen angelegt und die Diebesbeute sichergestellt. Der erhebliche Bargeldbetrag befand sich in seiner Jackentasche“. Mit dem Arrestantenwagen wurde der Täter ins Polizeianhaltezentrum Villach gebracht.

Kommandant Stellvertreter am Posten Landskron, Franz Zwittnig, zeigt den Rayon Landskron: „Unser Einsatzgebiet umfaßt circa 20.000 Einwohner“ - © KK

Ein Serieneinbrecher weniger!

Der „Tresorknacker von Landskron“ war ein Villacher, arbeitslos, ohne aufrechten Wohnsitz. Er hat sich seinen Lebensunterhalt mit Einbrüchen „verdient“ und bereits 6 Straftaten konnten ihm nachgewiesen werden. Vermutlich könnten es aber noch mehr sein, derzeit wird ermittelt, untersucht und einvernommen. Mit dem erfolgreichen Einsatz ist damit ein Serieneinbrecher weniger in der Stadt und im Bezirk unterwegs.

Zwittnig: „Ich habe in den vergangenen Jahren einiges miterlebt. Es geht einem oft schon unter die Haut, was so alles passiert.“ - © KK

Toller Erfolg für Dienststelle

Stolz zeigt sich der Kommandant Stellvertreter des Postens Landskron, Franz Zwittnig, über die Arbeit seiner Kollegen. 15 Beamte versehen regelmäßig in Landskron ihren Dienst. Sie zeichnen sich für ein Gebiet von knapp 20.000 Einwohner verantwortlich. Zwittnig ist ein „alter Hase“ der in Wien „ganz anderes gesehen und miterlebt hat“ und nunmehr seit sieben Jahren den Posten in Landskron betreut. „Es ist ein toller Erfolg für unsere Dienststelle und die Villacher Polizei, wenn wir einen Serieneinbrecher stellen können“ . Seit 1978 ist der 57-jährige Ledenitzner im Polizei-Dienst und hat vieles erlebt: „Es gab einige emotionale Erlebnisse in den letzten Jahren die unter die Haut gehen und einem zum Nachdenken bringen.“

 

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