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Politik - Villach
VP-Finanzsprecher Markus Malle
VP-Finanzsprecher Markus Malle © ÖVP Kärnten - Markus Malle / KK

Jetzt geht es Schlag auf Schlag:

Auch ÖVP schießt sich auf Therme ein

Villach – Die Stadt Villach soll neue Pächterin der Kärnten Therme werden. Zu hohe Baukosten haben nicht erwirtschaftbare Kosten für aktuellen Pächter verursacht. Dafür gab es nun Kritik von der ÖVP. VP-Malle nennt es "Paukenschlag".

 1 Minuten Lesezeit (207 Wörter) | Änderung am 29.03.2016 - 15.08 Uhr

In der heutigen Sitzung des Kontrollausschusses kam zutage, dass die Stadt Villach plant, selbst Pächterin der Kärnten Therme zu werden, um den steuerlichen Mindestpachtzins finanziell abdecken zu können. Dieser ergibt sich aus einem fixen Prozentsatz der Baukosten, die im Rahmen der Projektentwicklung immer weiter gestiegen sind. Die derzeitige Betreibergesellschaft soll dann mit reduzierten Pachtkosten als Subpächter auftreten. Damit gebe es auch keinen wie bisher geplanten Zuschuss. “Ein in der Höhe uneinschätzbarer Verlust inklusive dem gesamten wirtschaftlichen Risiko für die Therme verbliebe somit bei der Stadt Villach und damit beim Steuerzahler”, erläutert VP-Finanzsprecher Markus Malle heute.

Ist man anfangs noch von einer kleineren Thermen-Variante ohne Fitness-Center und Sportbecken sowie einer geplanten Fläche von rund 10.000m2 ausgegangen, wurde schlussendlich politisch entschieden, die Fläche auf über 12.000m2 auszudehnen. Gleichzeitig reduzierten sich die angenommenen Baukosten auf wundersame Weise von über 2.500 auf 1.500 Euro pro Quadratmeter. In der Realität explodierten die Baukosten allerdings von 19 Millionen auf 48,78 Millionen Euro. “Die Therme stellt sicherlich ein touristisches Juwel für die gesamte Region Villach dar, bei der Planung wurde aber absolut keine Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebes genommen. Darauf sollte bei zukünftigen Projekten das Hauptaugenmerk gelegt werden”, so Malle abschließend.

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