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Politik
Von links: Mag.a Christine Gironcoli, Bürgermeister Günther Albel, Wolfgang Gabriel
Von links: Mag.a Christine Gironcoli, Bürgermeister Günther Albel, Wolfgang Gabriel © Stadt Villach/Oskar Höher

Bürger als Kunstmäzene:

Förderpreis für Nachwuchskünstler

Villach – Villach kann sich zu Recht Kulturstadt nennen. Das breite kulturelle Angebot wird von Bürgerinnen und Bürgern nicht nur konsumiert, sie gestalten es in Kulturvereinen und Künstlergruppen aller Sparten aktiv mit. Eine durchaus außergewöhnliche Form dieser kulturellen Bürgerbeteiligung ist der neue Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler.

„Mit dem ,Bruno-Gironcoli-Förderpreis‘ unterstützen wir in Zukunft besonders den künstlerischen Nachwuchs und ehren einen der bedeutendsten Söhne unserer Stadt, dessen Werke und Wirken international bekannt und nach wie vor höchst geachtet sind“, sagt Kulturreferent Bürgermeister Günther Albel. Das Ungewöhnliche an diesem Preis ist, dass das Preisgeld von Bürgerinnen und Bürgern direkt gespendet wird.

Motivation und Wertschätzung für Nachwuchskünstler

Der Villacher Kunst-Mäzen Wolfgang Gabriel hatte die Idee zu dieser außergewöhnlichen Nachwuchsförderung. Er wird in den kommenden fünf Jahren persönlich jeweils 5000 Euro in den Förderpreis-Spendentopf einbringen. „Eine großzügige Geste, für die wir uns herzlich bedanken. Wir hoffen nun, dass andere Villacherinnen und Villacher diesem Vorbild folgen. Auch jeder Kleinstbetrag ist natürlich herzlich willkommen“, so Albel.

Er sieht in diesem Preis sowohl Wertschätzung, als auch Motivation für Nachwuchskünstler: „Wir wollen einmal mehr das kulturelle Geschehen in unserer Stadt, das innovative Ansätze verfolgt und besonders die Jugend anspricht, sichtbar machen. Und nicht zuletzt ist dieser Preis auch eine Würdigung für den bedeutenden Künstler Bruno Gironcoli: Seine Skulptur ,Wir Villacher Kinder‘, die am Vorplatz des CCV steht, ist Leitmotiv des Preises.“

Fünf Nominierungen, eine Jury

Die Höhe des Preisgeldes bestimmen also die Villacherinnen und Villacher. Sie sind es auch, die der Jury – Günther Wurzer (Musikschule), Wolfgang Gabriel (Initiator), Larissa Tomassetti (bildende Künstlerin), Bürgermeister Günther Albel und ein Mitglied des Villacher Jugendrates – förderungswürdige Künstlerinnen und Künstler vorschlagen können. Die Nominierten müssen einen Bezug zu Villach haben und dürfen nicht über 30 Jahre alt sein. Fünf werden nominiert und jeweils im Jänner jeden Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt.

Erstmalige Verleihung im März 2017

Die Verleihung des „Bruno-Gironcoli-Förderpreises“ findet erstmals im März 2017 statt. Als Preisgeld steht dann genau jener Betrag zur Verfügung, der bis zum 1. März des jeweiligen Jahres auf dem Spendenkonto eingegangen ist. Die Kosten des Auswahlverfahrens, der Verleihungsfeier und der Trophäen übernimmt die Stadt Villach. Außerdem entwickelt die Stadt gemeinsam mit dem Preisträger eine geeignete Form für die Präsentation der künstlerischen Arbeit im Jahr nach der Preisverleihung.

Zum Leben und Wirken des Künstlers

Bruno Gironcoli wurde 1936 in Villach geboren und verstarb im Jahr 2010 in Wien, wo er in einem Ehrengrab seine letzte Ruhestätte fand.

1956 schloss Gironcoli seine Goldschmiedelehre mit der Gesellenprüfung in Innsbruck ab, zwischen 1957 und 1962 studierte er an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Während eines Aufenthaltes in Paris beeinflussten ihn vor allem die Werke Alberto Giacomettis. Gironcoli arbeite mit den Materialien Holz, Nylon, Eisen, Aluminium, Glas, Polyester und Draht. 1977 wurde Bruno Gironcoli als Leiter der Bildhauerschule an die Wiener Akademie der bildenden Künste berufen, wo er bis 2004 tätig war.

Im Jahr 2003 wurde ihm die besondere Ehre zuteil, offizieller Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig zu sein Zeit seines Lebens erhielt Bruno Gironcoli zahlreiche bedeutende Auszeichnungen wie den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (1976), den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst (1979), den Großen Österreichischen Staatspreis (1993), den Kulturpreis der Stadt Villach (1995) und das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (1996).

Das Spendenkonto:

Bruno-Gironcoli-Förderpreis – IBAN AT53 1200 0100 1744 8985

Verwendungszweck: Postanschrift oder E-Mail-Adresse angeben, damit die Spenderinnen und Spender zur Preisverleihung eingeladen werden können.

Das Konto wurde ausschließlich für den Bruno-Gironcoli-Förderpreis eingerichtet. Die Namen der Spenderinnen und Spender werden auf der Website der Stadt Villach veröffentlicht. Wenn das nicht gewünscht wird, im Verwendungszweck zusätzlich zur Adresse den Vermerk „ANONYM“ angeben.

Informationen: Projektbüro der Stadt Villach, E: projektbuero@villach.at oder
T: 0 42 42 / 205-3432.

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