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Arnoldstein: „Tor zum Süden“ © Marktgemeinde Arnoldstein

Historie und Entwicklung

Die kraftvolle Entwicklung einer vermeintlichen „Randgemeinde“

Arnoldstein – Wer die Entwicklung von Arnoldstein in den vergangenen Jahrzehnten ernsthaft verfolgt hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Viele Jahrzehnte „ausgegrenzt“, in einer Randlage zwischen südlicher Grenze und Villach, belastet mit den Spätfolgen der „bleiernen Vergangenheit“, ist Arnoldstein heute eine lebenswerte Wohngemeinde, in die viele ursprüngliche „Auswanderer“ wieder gerne zurückkehren um hier zu bleiben.

Geographische Lage

Arnoldstein liegt (Ein Hinweis für ausländische Gäste) westlich von Villach im Kärntner Zentralraum und grenzt im Süden durch die Karawanken und die Karnischen Alpen an Italien und Slowenien. Durch den Berggipfel „Dreiländereck“ geprägt, liegt der Ort am einzigen Schnittpunkt der drei großen europäischen Kulturkreise – dem germanischen, dem römischen und dem slawischen.

Arnoldstein ist für 21 Ortschaften  die „Heimatgemeinde“, erstreckt sich über 6.728 ha und wird derzeit von rund 7.000 Einwohnern bewohnt. Eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur mit Autobahnanbindungen in „all directions“, bietet der Wirtschaft aber auch dem Tourismus alle Möglichkeiten einer prosperierenden Entwicklung. Ein wichtiger Verkehrsweg ist der 1073 Meter hohe „Wurzenpass“, der als Verbindungsstraße wesentlich zur kulturellen und wirtschafltichen Vielfalt der Region beigetragen hat.

Historische Entwicklung

Arnoldstein ist – historisch belegt – seit der Antike besiedelt und liegt an der ursprünglich wichtigen „Römerstrasse“ die sich am linken Ufer der Gailitz befindet und die als Heeresstrasse von Aquileia bis nach Virunum führte. Der Name Arnoldstein stammt vermutlich vom Gründer der Klosterburg, dem Ritter Arnold, was aber bis heute urkundlich nicht zugeordnet werden konnte. Am Verkehrsweg nach Italien entstand am „Schräger Durchgang“ ein Dorf, welches im Jahr 1376 erstmals urkundlich und um das Jahr 1500 als Markt, in vorhandenen Schriften, erwähnt  wurde. Die Gemeinde Arnoldstein wurde im Jahr 1850 gegründet und erhielt im Jahr 1930 das Recht zur Führung der Bezeichnung „Marktgemeinde“. Die schon erwähnte „bleierne Vergangenheit“ des Ortes reichte vom 15.Jh. bis etwa in das Jahr 1975. Historische Zeugen dieser Zeit sind u.a. der „Schrotturm“ und der 100 Meter hohe „Kamin“.

Kultureller Mittelpunkt: „Klosterruine neu“ - © Marktgemeinde Arnoldstein

Kultur

Arnoldstein hat viele historische Sehenswürdigkeiten und Kirchen. Hervorzuheben ist die „Klosterruine Arnoldstein“  – heute Mittelpunkt vieler grenzüberschreitender Kulturveranstaltungen – und das österreichweit einzige „Bunkermuseum“ am Wurzenpass, welches Befestigungsanlagen und Kriegsgerät aus den vergangenen Kriegen zeigt. Im August 2005, anlässlich der Neueröffnung, wurde das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Tradition pur, Kufenstechen - © Marktgemeinde Arnoldstein

Wirtschaft, Tradition und Sport

Ein wirtschaftliches Novum sind der „Industriepark EURONOVA“, in dem derzeit 35 Unternehme an die 650 Mitarbeiter beschäftigen, genauso, wie die „Thermische Behandlungsanlage“ in der  seit dem Jahr 2004 der gesamten Restmüll von Kärnten entsorgt wird.

Tradition wird in Arnoldstein und seinen Gemeinden seit jeher groß  geschrieben.  Eine junggebliebene Tradition ist das europaweit bekannte „Kufenstechen“, welches  jährlich in unterschiedlichen Ortschaften stattfindet. Eine Bereicherung der kulturellen Vielfalt ist auch die jeden zweiten Sonntag im September stattfindende Sternwanderung „ Tou 3“ auf das Dreiländereck, die von vielen Teilnehmern aus Slowenien, Italien und Kärnten besucht wird.

Eine Besondere Auszeichnung erhielt Arnoldstein von der ACES- „European Capitals of Sport Association“ im Jahr 2014. Arnoldstein würde in diesem Jahr zur „Sportgemeinde Europas“ gekürt.

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