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Wirtschaft
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Tourismusbetriebe haben es laut Hinterleitner durch Steuererhöhungen zunehmend schwer © WKO

„Bundesregierung ist wahre Preistreiberin im Tourismus!“

„Bundesregierung ist wahre Preistreiberin im Tourismus!“

Villach – Nicht nachvollziehbare Steuererhöhungen und enormer Bürokratieaufwand machen den Kärntner Tourismusbetrieben das Leben und Wirtschaften zunehmend schwer. Der aus Drobollach am Faakersee stammende Tourismussprecher Helmut Hinterleitner sieht die Schuld bei der Bundesregierung.

Zur Aussendung der Statistik Austria, wonach vor allem  Preissteigerungen bei Restaurants und Beherbergungsleistungen für die Inflation von 0,9 Prozent im September verantwortlich seien, stellt Tourismussprecher Helmut Hinterleitner klar: „Viele unserer Betriebe wagen es in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ohnehin kaum, ihre Preise anzuheben. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie dies betriebswirtschaftlich notwendig wäre. Aber wenn die Umsatzsteuer auf Beherbergungsleistungen in unverantwortlicher Weise  von 10 auf 13 Prozent angehoben wird, kann das nicht der Betrieb schlucken.“

Bundesregierung verantwortlich

Einmal mehr erinnert Hinterleitner daran, dass in Deutschland Beherbergungsleistungen lediglich mit sieben Prozent besteuert würden, in Slowenien seien es neun Prozent und in der Schweiz gar nur 3,8 Prozent. Die wahre Preistreiberin im Tourismus sei, so Hinterleitner, also die Bundesregierung. Denn die Mehrwertsteuer sei nur die Spitze des Eisberges: „Die Steuerreform 2015 war auch jenseits der Mehrwertsteuererhöhung in Wirklichkeit ein riesiges Belastungspaket für die Tourismuswirtschaft. So wird die Verlängerung der Abschreibungsdauer für bauliche Maßnahmen die Ertragslage der Betriebe weiter verschlechtern und Investitionen weiter erschweren!“ Der bürokratische Aufwand rund um die Einführung der Registrierkassenpflicht und die diversen Bewilligungs-, Prüf- und Dokumentationspflichten im Gastgewerbe täten ihr Übriges.

Letztendlich lebe das Gastgewerbe von der Dienstleistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter – und auch das habe seinen Preis. Hinterleitner: „Wir haben die Kollektivvertragslöhne im Frühjahr um durchschnittlich 1,49 Prozent erhöht. Auch das muss bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden, neben den Kostensteigerungen bei Energie und Wareneinsatz.“

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