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Wirtschaft - Villach
86 neue familienfreundliche Unternehmen wurden ausgezeichnet
86 neue familienfreundliche Unternehmen wurden ausgezeichnet © BMFJ/Schlossko

Auch Betriebe aus dem Bezirk ausgezeichnet

Staatliches Gütezeichen verliehen

Wien/Villach – Dienstagabend verlieh Familienministerin Karmasin die staatlichen Zertifikate an Betriebe und Institutionen unterschiedlichster Branchen und Größen.

 3 Minuten Lesezeit (452 Wörter)

Betriebe aus dem Bezirk ausgezeichnet

In festlichem Rahmen zeichnete Familienministerin Sophie Karmasin Dienstagabend insgesamt 86 Arbeitgeber, Hochschulen sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus ganz Österreich für ihre Familienfreundlichkeit aus. Auch Betriebe aus Villach, z.B. Infineon Austria und Firmen mit Geschäftsstellen im Bezirk (3M, SPAR, LIDL, etc.) wurden ausgezeichnet.

„Es freut mich, dass sich immer mehr Arbeitgeber für den familienfreundlichen Weg entscheiden und auch dabei bleiben. Sie alle haben erkannt, dass Familienfreundlichkeit ein wesentlicher Faktor im Wettbewerb um die besten Köpfe ist, und viele nachhaltige Vorteile bringt“, ist die Familienministerin überzeugt.

Bedarfsgerechte Rahmenbedingungen

Mit dem staatlichen Gütezeichen “berufundfamilie” bzw. “hochschuleundfamilie” werden jährlich Unternehmen und Institutionen ausgezeichnet, die erfolgreich am Audit teilgenommen und somit bedarfsgerechte Rahmenbedingungen für eine familienfreundlichere Arbeits- bzw. Studienwelt und damit auch mehr Flexibilität für ihre Beschäftigten und Studierenden geschaffen haben.

Wirtschaftliche Faktoren als Ansporn

Ein zentraler Aspekt des Audits ist das aktive Mitwirken aller Beteiligten. „Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Entwicklung der familienfreundlichen Maßnahmen beteiligt sind, wird nur umgesetzt, was auch wirklich gebraucht wird. Fehlinvestitionen können so weitgehend vermieden und die Angebote bedarfsgerecht angepasst werden“, erklärt Karmasin. Es sind daher oft auch wirtschaftliche Faktoren, die ein Ansporn für mehr Familienfreundlichkeit sind. Die 79 Unternehmen, drei Gesundheits-und Pflegeeinrichtungen sowie vier Hochschulen und Universitäten haben bei der Entwicklung der Maßnahmen im Rahmen des Audits auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. die Studierenden mit einbezogen. Die Palette der individuell gesetzten Maßnahmen ist breit und reicht von betrieblicher Kinderbetreuung, Betreuungsmöglichkeiten an Zwickel- und Ferientagen, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden und Unterstützungsprogrammen in schwierigen Lebenslagen über flexible Arbeitszeitmodelle in allen Branchen bis hin zu Maßnahmen für pflegende Angehörige. Passend ist, was dem Bedarf entspricht.

„Employer Branding“

Zudem ruft die Familienministerin auf, aktiv zu kommunizieren, was an Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan wird. „Auch unter dem Aspekt des „Employer Brandings“ soll die Familienfreundlichkeit eines Arbeitgebers Thema sein. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und solche, die es noch werden sollen, sehen so, welcher Arbeitgeber familienfreundliche und damit zukunftsfähige Rahmenbedingungen anbietet“, motiviert Sophie Karmasin die vielen Maßnahmen auch nach draußen zu tragen.

Kein Wettbewerb, sondern nachhaltiger Prozess

Österreichweit haben bereits rd. 427 Klein-, Mittel- und Großbetriebe aus allen Branchen sowie Universitäten und Hochschulen am Audit teilgenommen. Insgesamt profitieren so bereits rund 290.000 Beschäftigte und rund 166.000 Studierende von den Vorteilen einer familienfreundlichen Arbeitswelt bzw. Ausbildungsstätte. „Im Unterschied zu vielen anderen Auszeichnungen ist das Audit kein Wettbewerb, sondern ein nachhaltiger Prozess. Es wird hierbei also nicht nur eine Momentaufnahme, sondern eine Entwicklung sowie ein laufender Verbesserungsprozess erfasst“, erklärt die Familien- und Jugendministerin abschließend.

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