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Eine Impfung gegen Masern kann beim Hausarzt erledigt werden. © KK

Gesundheitsministerin Oberhauser ruft zu Schutzimpfung auf

Masern auf dem Vormarsch

Villach – Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind hoch ansteckend und können insbesondere für Säuglinge aber auch für Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben.

Aktuell wird in Österreich eine Ausweitung des Maserngeschehens beobachtet. Laut nationalem Meldesystem wurden seit Jahresbeginn in sieben Bundesländern insgesamt 32 Masernfälle gezählt – das sind mehr als im gesamten Jahr 2016. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ruft daher alle nicht-geimpften Personen dringend dazu auf, den Empfehlungen des österreichischen Impfplans nachzukommen und sich frühestmöglich gegen Masern-Mumps-Röteln impfen zu lassen. Der Impfstoff ist für Kinder und Erwachsene an öffentlichen Impfstellen sowie im Rahmen des Kinderimpfprogramms kostenfrei erhältlich.

Sofortmaßnahmen vereinbart

Um eine weitere Ausweitung des Masern-Virus möglichst hintanzuhalten, haben ExpertInnen des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sowie der Landessanitätsdirektionen am Freitagnachmittag notwendige Sofortmaßnahmen vereinbart, unter anderem die Einrichtung eines Bereitschaftsdienstes der Landessanitätsdirektionen und entsprechende behördliche Kontroll- und Präventionsmaßnahmen gemäß der Standardverfahrensanleitung des Ministeriums. Auch die ÄrztInnenschaft wird über die aktuellen Entwicklungen informiert und auf besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich Masern hingewiesen.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit

Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind hoch ansteckend und können insbesondere für Säuglinge aber auch für Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben.

Die meldepflichtige Viruserkrankung Masern ist weltweit verbreitet und wird durch Tröpfcheninfektion, also Tröpfchen, die sich beim Sprechen, Niesen und Husten bilden, übertragen. Es handelt sich um eine der infektiösesten Viruserkrankungen, die man kennt. Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 8 bis 10 Tage (max. 21 Tage). Diese Zeit zwischen Kontakt mit der Erkrankung und dem Ausbruch der Erkrankung führt zum katarrhalischen Stadium mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen und geröteten Augen. Nach etwa 14 Tagen beginnt der Hautausschlag, das Masernexanthem: bräunlich-rosafarbene Flecken, die ineinander fließen. Bis zum Beginn des Fiebers können 18 Tage vergehen.

4 Tage vor bis 4 Tage nach dem Auftreten des Hautausschlags ist die Erkrankung sehr ansteckend. Der Ausschlag beginnt typischerweise im Gesicht und hinter den Ohren und hält 4-7- Tage an. Am 5. bis 7. Krankheitstag sinkt die Temperatur, der Ausschlag heilt unter Bildung kleieartiger Schuppen ab.

Besonders gefürchtet ist die in 0,1 % der Fälle auftretende Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns mit Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, die 4-7 Tage nach Beginn des Hautausschlags auftreten kann und oft tödlich endet. Zudem verursachen die Masern durch Schwächung des Immunsystems ein mehrere Jahre (2-3 Jahre) anhaltendes erhöhtes Risiko, an anderen Infektionskrankheiten nicht nur zu erkranken, sondern sogar zu sterben.

Vorsichtsmaßnahmen bei Masernverdacht

Bei Verdacht auf Masern, oder Auftreten von unspezifischen Symptomen wie Schnupfen, Fieber, geröteten Augen oder anderen grippeähnlichen Symptomen, die auf Masern hinweisen, unbedingt die Ärztin bzw. den Arzt oder das Krankenhaus VORHER telefonisch kontaktieren, damit eine Übertragung in Warteräumen und Ambulanzen verhindert werden kann. Kontakt mit Personen, die angesteckt werden könnten, ist dringend zu vermeiden.

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