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VKI warnt:

Noch immer 9 von 10 Kassazettel enthalten BPA

Villach – Spätestens seit Umsetzung der Registrierkassenpflicht bekommt man sogar beim Kauf eines Kaugummis einen Kassabon. Egal ob beim Bäcker, Arzt und Apotheker, im Souvenirshop oder Lebensmittelkonzern.

 2 Minuten Lesezeit (280 Wörter)

Bereits vor sechs Jahren schlechte Ergebnisse

Schon vor sechs Jahren untersuchte der VKI (Verein für Konsumenteninformation) erstmals die auf Thermopapier ausgedruckten Rechnungen von diversen Supermärkten. Damals wurde in jedem der Kassenbons Bisphenol A (BPA) gefunden.

Was ist BPA und was macht es?

Bisphenol A (BPA) ist eine hormonell wirksame Chemikalie. BPA ähnelt in der Wirkung dem weiblichen Hormon Östrogen und beeinflusst das Hormonsystem von Menschen und Tieren.

Gesundheitliche Störungen die mit BPA in Verbindung gebracht werden sind:

  • Fehlbildungen der Geschlechtsorgane
  • Unfruchtbarkeit
  • Lernstörungen bei Kindern
  • hormonell bedingte Krebsarten wie Hoden-, Prostata- oder Brustkrebs

Neuere Studien sehen BPA auch als Mitverursacher von:

  • Diabetes Typ 2
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Übergewicht

Bisphenol A ist Grundstoff für das Hartplastik Polycarbonat (PC), aus dem Trinkflaschen, mikrowellenfeste Kunststoffboxen, Brotdosen und andere Lebensmittelbehältnisse hergestellt werden. Und auch Epoxidharze, die zur Innenbeschichtung von Konserven und Getränkedosen sowie zur Sanierung maroder Wasserleitungen dienen, enthalten BPA. Bei Kassenbons und anderen Thermopapieren fungiert BPA als Entwicklersubstanz. Beim Erhitzen in Kassen- oder Ticketautomaten wird nur ein Teil dieser Chemikalien verbraucht, der Rest verbleibt in ungebundener Form auf der Papieroberfläche. Kassenbons landen häufig im Papierrecycling. In der Folge enthalten aus Recyclingpapier hergestellte Pizzakartons dann ebenfalls BPA. (siehe global2000.at)

Kein BPA bei großen Supermarktketten, aber abseits davon 9 von 10 Bons

Für den aktuellen Test wurden knapp 340 Kassazettel gesammelt und analysiert. Bemerkenswertes Ergebnis: in fast keinem Bon der großen Supermarktketten wurde BPA entdeckt. Hier dürfte der Appell des VKI nach dem letzten Test bei den betroffenen Firmen gegriffen haben. Abseits davob sieht es jedoch schlecht aus: so wurde insgesamt auf neun von zehn Kassazetteln immer noch BPA als Entwicklersubstanz auf der wärmeempfindlichen Papieroberfläche gefunden.

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