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Politik
FPÖ-Bildungssprecher Mölzer fordert ÖVP auf den Veranstaltungsort umgehend zu verlegen © KK

In Bildungseinrichtung:

Karmasin-Besuch in St. Martin sorgt für Wirbel

Villach - St. Martin – In die ÖVP-Frauenbewegung Villach scheint keine Ruhe zu kommen. Morgen soll die ÖVP-Familienministerin Dr. Sophie Karmasin auf Einladung von Stadträtin Katharina Spanring und der ÖVP-nahen Frauenbewegung im Villacher Gymnasium St. Martin auftreten. Die FPÖ mit Bildungssprecher Wendelin Mölzer attestiert eine mehr als schiefe Optik "eine Schule für parteipolitische Veranstaltungen zu missbrauchen".

„Es gibt einen ungeschriebenen Konsens darüber, Schulen nicht für parteipolitische Veranstaltungen zu missbrauchen“, hält der freiheitliche Bildungssprecher und Villacher Abgeordnete zum Nationalrat Wendelin Mölzer fest, der wie er meint „mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen muss, dass diesen Donnerstag am Villacher Gymnasium St. Martin eine Veranstaltung der ÖVP-nahen Organisation Frauenbewegung Villach unter der Federführung einer Villacher ÖVP-Stadträtin stattfinden soll, die der ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin eine Bühne bieten wird“.

Forderung nach anderem Veranstaltungsort

„Dem Vernehmen nach soll der Schulraum der ÖVP unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, wenn auch keine Schüler oder Lehrer eingeladen sein sollen, so ist doch klar, dass ob des Veranstaltungszeitpunktes am Nachmittag mit Sicherheit gleichzeitig Unterricht stattfindet und somit Schüler im Schulgebäude sein werden“, so Mölzer. „Ich fordere die Veranstalter auf, umgehend einen anderen Veranstaltungsort zu wählen. Es gibt in Villach genug geeignete Räumlichkeiten, bei denen es sich nicht um ein Schulgebäude handelt“, stellt Mölzer fest. Ebenso will Mölzer in jedem Fall, auch die für das Villacher Gymnasium verantwortliche Bildungsministerin, mit der Causa konfrontieren wird.

ÖVP-Stadträtin Katharina Spanring bringt morgen Donnerstag, Familienministerin Karmasin an eine Villacher Schule. Für FPÖ-Bildungssprecher Mölzer eine mehr als schiefe Optik. - © KK

Parteipolitik als No-Go

„Partei-Politik in der Schule ist ein No-Go“, meint Landesschulrat Rudolf Altersberger im Gespräch mit 5 Minuten Villach. „In diesem Fall findet die besagte Veranstaltung am Nachmittag statt. Wäre es am Vormittag während des Schulbetriebs angesetzt, hätten wir trotz einer Zusage ein klares Nein gegeben.“ Grundsätzlich steht für den Landesschulrat aber fest: „Man soll bei jeder Veranstaltunganfrage genau prüfen wem man die Schule überlässt“.

„Jeder ist herzlich eingeladen“

„Ich bin verwundert, dass man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann“, meint Initiatorin Katharina Spanring: „Zu der Veranstaltung darf jeder hinkommen und die Einladung dazu wurde von mir auch überparteilich an jeden verschickt. Es wird keine Parteipolitik dort sein, es geht rein um die vier Themen die die Ministerin Karmasin erörtern und diskutieren will.“ Auf den Vorwurf von FPÖ-Bildungssprecher Mölzer, die Räumlichkeiten wären kostenlos zur Verfügung gestellt worden, stellt Spanring fest: „Die Schule hat uns die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt. Familien und Jugendpolitik geht uns alle an!“

Die verantwortliche Direktorin des BG/BRG St. Martin, Roswitha Errath, wollte heute auf Anfrage von 5 Minuten Villach dazu keine Stellungnahme abgeben.

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