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Interview
Hunderte Fans am Faaker See © 5min.at

Treffen darf nicht "Ballermann" werden

„Zurück zum Ursprung“

Kärnten – Vor einigen Tagen haben wir GTI-Fans und Besucher dazu eingeladen ihr Statement zum GTI-Treffen abzugeben. Der Tenor war einig: Man wünscht sich eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Auch 2017 sorgen das GTI-Treffen sowie seine Vortreffen für Wirbel rund um den See. Zwar bringt die Veranstaltung volle Hotels und Pensionen, doch das Thema wird auf vielen Ebenen emotional diskutiert. Uns fehlte in der Diskussion die Gegenseite, die Urlauber und Fans die nach Kärnten pilgern. Darum haben wir diese dazu eingeladen ihre Sichtweise darzustellen. Und der Tenor war einig: Ballermann ist unerwünscht.

Timur


Mein Name ist Timur, ich komme aus dem Norden Deutschlands. Nämlich aus Hamburg. Ich bin erneut zum Wörthersee gefahren, weil mich das fasziniert und weil ich mich hier zu Hause fühle. Das beste daran ist: Ich kann mein Hobby und Urlaub zusammen verbinden.
So wünscht sich Timur eine Rückbesinnung auf die Bastler und Schrauber:

Leider hat sich das treffen zum Ballermann-Treffen entwickelt, wobei der eigentliche Sinn des Treffens verloren gegangen ist. Ich finde zudem, dass sich das Treffen allgemein nur noch zu einer Zurschaustellung der Kreditwürdigkeit ergeben hat. Es sollte eine Rückbesinnung auf die Bastler und Schrauber geben. Nicht der € 300.000 Lambo soll im Mittelpunkt des Treffens stehen.

Und würde den Verkauf von Alkohol einschränken:

Der Verkauf von Alkohol in der Umgebung einschränken (außer für Anrainer gegen Vorlage des Personalausweises), kein öffentlichen Genuss von Alkohol (trinke selber gar nichts) außer in Gaststätten und Restaurants.

Was wünscht sich Timur für die Zukunft des Treffens?

Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass sich das Treffen am Wörthersee wieder normalisiert. Im großen und ganzen bin ich dennoch von der Vielfalt von den stehenden Autos hier am Wörthersee überzeugt, das sich das noch ändern könnte und wir uns um das eigentliche Thema beschäftigen: Autos. Eine schöne Erinnerung bleibt, das ich mit meiner Freundin Semmel mit Leberkäse gegessen habe und uns der Duft eines Burnouts entgegen kam. So entstand der Satz: Gummi & Leberkäse.

Sven Kaminski


Mein Name ist Sven Kaminski und ich komme aus Hannover. Arbeite selbst bei Volkswagen Nutzfahrzeuge und war zwei mal beruflich mit dem Haupttreffen involviert. Als einer der VWHome-Community Leute 2004 erstmals vom Wörthersee live gegangen. Zu finden unter www.vwhome.de
Auch Facebook – Selbst unter Instagram persönlich: https://instagram.com/p/BUMP5-blGhu/
Für Sven liegt die Schuld vor allem an den sozialen Medien:

Schuld an der jetzigen ist halt das Social Media. Wochenenden – Freitag-Sonntag ist die schlimmste Zeit am Wörthersee. Hier müssen Tourismus Verband und Behörden zusammen arbeiten. Man kann doch die Buchungen genau verfolgen und nicht überrascht sein, wie es ein Politiker sagte.

Und schlägt einen Flaschenpfand sowie härtere Strafen vor:

Der ganze Müll am Straßenrand ist nur dem österreichischem System und der Politik zu schulde zu kommen, warum gibt es kein Flaschenpfand? Es helfen keine Strafen. Von Idioten muss das Fahrzeug beschlagnahmt werden sowie öffentlich gemacht. Das spricht sich ganz schnell rum. Wenn ein Fahrzeug aber 3 cm zu tief ist (Vorschriften sind in Österreich anders wie in Deutschland), sehe ich es als Schikane an.

 

Patrick Fritz


Ich bin Patrick Fritz, geboren in Villach und leidenschaftlicher GTI- Fahrer. Ich persönlich sehe das als eines meiner größeren Hobbys an.

Aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, stellt das GTI – Treffen ein unverzichtbares, willkommenes Element der regionalen Wertschöpfung dar. 200.000 Besucher, ca. 20 Mio€ Umsatz. Zahlen die deutlich für sich sprechen! Zweifelsohne gibt es – wie bei jedem Event – gesellschaftlich sich atypisch verhaltende Randgruppen die durch deren Exzesse und Provokationen von der Norm abheben.

Für mich persönlich gehört kein einziger Anrainer beschützt. Zwangsläufig werden Anrainer zu Teilnehmern; aufgrund der Nähe ihrer Häuser an der Straße. Bei einer solchen exorbitanten Eigendynamik ist eine Lärmreduzierung nahezu unmöglich. Etwaige Vandalenakte lassen sich selbstverständlich durch die verstärkte Präsenz der Exekutive auf ein Minimum reduzieren.

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