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Leute - Villach
Hintergrund
Der Saal des Kulturhauses Drobollach war gefüllt mit Interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern aus der Politik. © 5min

"Freizeitprogramm muss leistbar sein":

Und so wird das Bad in Drobollach

Faaker See / Drobollach – ... zumindest eventuell. Aus einem ganzen Konglomerat an Vorschlägen für die Neugestaltung des Strandbades Drobollach am Faaker See, wurde nun jene Variante gefunden die heute im Kulturhaus Drobollach präsentiert wurde. Erarbeitet wurden die Konzepte von den Fachhochschulen Kärnten und FH Joanneum Graz.

Im, von Interessierten gefüllten Saal des Kulturhauses Drobollach, wurden die Rahmenbedingungen des geplanten Ausbaus des Strandbades am Faaker See besprochen. Auch Stadtrat Harald Sobe, ÖVP Klubobmann Christian Pober, Stadträtin Katharina Spanring sowie die Koordinatorin des Projekts Dr. Petra Oberrauner waren anwesend. Das vom Land Kärnten in Zusammenarbeit mit der Stadt Villach und dem Tourismusverband geplante Projekt soll das Freizeitangebot in der Region erweitern, saisonverlängernd für touristische Attraktivität sorgen und die Qualität des zuvor eher mäßig begeisternden Seezugangs verbessern.

Bernold Areal aufgekauft

Einige Veränderungen wird es geben. Das Bernold Areal (Herr Oswald Werner Bernold war anwesend) wurde schon aufgekauft und soll die Fläche des zukünftigen Bades erweitern. Terrassen sollen trotz Gefälle Liegeflächen bieten, Gastronomie soll im Areal des Bernold Bades angesiedelt werden. Zusammen mit dem Tourismusverband sei das Ziel, dass schöne Areale um den See ganzjährig nutzbar zu machen. Der bisherige Plan sieht zwei Liegeflächen vor, die durch einen Fußweg und eine Terrasse miteinander verbunden sind. 

Planung noch nicht abgeschlossen

Wichtig zu erwähnen sei jedoch, dass es sich hierbei nicht um ein abgeschlossenes, fertiges Projekt handle, sondern noch Raum für Veränderungen und vor allem auch Verbesserungen sei. So werde mit dem Bau des Projekts erst begonnen, wenn die Bürger sich mehrheitlich dafür entscheiden. Dies führt jedoch auch dazu, dass mit den Bauarbeiten wohl erst, bis auf etwaige Vorbereitungsarbeiten im Herbst, im kommenden Jahr begonnen werden kann.

Ganzjährig FREI zugänglich

Einer der wichtigsten Punkte bei der Bürgerinformationsveranstaltung war die Erreichbarkeit und der Zugang zum Strandbad. Auch für die Förderung des Landes ist dieser Punkt relevant. So soll der Zugang ganzjährig kostenlos verfügbar sein. Dr. Petra Oberrauner, die Koordinatorin des Projekts meint dazu: „Freizeitprogramm muss leistbar sein.“ Lediglich Parkgebühren sollen anfallen. Auch in diesem Bereich soll es Neuerungen geben. So wird den  Badegästen ein doppelt so großer Parkplatz wie bisher zur Verfügung stehen (148 Plätze).

Weitere Neuerungen

Eine weitere Neuerung im Plan des Strandbades ist die Ansiedelung von Gastronomie, welche ganzjährig geöffnet sein soll und auch in den kalten Monaten mit einem tollen Blick über den See Gäste anziehen werde. Auch ein Familienerlebnisraum – anstatt des bestehenden Provisoriums –  soll auf dem vergrößerten Areal entstehen. So können Eltern auf der Liegewiese entspannen und deren Kinder in Sichtweite spielen. Außerdem werde es eine Aussichtsterrasse geben, um das Strandbad, welches aktuell eines der Top 10 Aussichtspunkte in Kärnten ist, weiter aufzuwerten. Ebenfalls denkt der Tourismusverband darüber nach Flächen zu revitalisieren um den neuen Zugang weiter aufzuwerten.

Weitere Verbesserungen in Aussicht

Den Umsetzungszeitraum schätzt man auf drei bis fünf Jahre. An den Projektkosten von etwa 750.000 Euro beteiligt sich das Land und der Tourismusverband Villach. Da es sich jedoch noch nicht um den entgültigen Plan des Projektes handelt und bei der Veranstaltung geteilte Meinungen zu Themen wie „Parkplatzgröße“ und „Zufahrt für Anrainer“ unter den Bürgern zu hören waren, wird das Projekt in Zukunft mit Sicherheit noch an die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger angepasst. „Fahrzeuge, wie die Müllabfuhr, werden auf der neuen Umkehrfläche wenden und für zusätzliche Belastung sorgen“, gibt eine Anrainerin die direkt neben dem Gelände wohnt zu bedenken. Auch „Einbahn oder nicht“ war ein beherrschendes Thema der Veranstaltung. Im Laufe des Abends kristallisierte sich der Wunsch vor allem der Anrainer aus, man möge die Zufahrtsstraße tatsächlich als Einbahn führen, auch diverse Lösungen wie versenkbare Poller wurden angedacht.

Ein anwesender Architekt mahnte, die vorhandene Fläche sparsam zu bebauen, anderen wiederum war es wichtig, das Wildparken unbedingt zu verhindern, außerdem konnte die Frage beantwortet werden, wie breit der Seezugang konkret geplant sei. Breite Zustimmung erfuhr der vorgestellte Plan von Vizebürgermeisterin Oberrauner, einen Familienerlebnisraum entstehen zu lassen, in dem sich Kinder ungestört frei bewegen können. Einverstanden waren die Drobollacherinnen und Drobollacher mit der Möglichkeit, ohne Konsumzwang den See genießen zu können, auch die Frage nach einem schnellen Zugang für Rettungskräfte im Notfall wurde erörtert. Einen Sonderapplaus gab es für Oswald Werner Bernold, der seine Liegenschaften an die Stadt Villach verkauft hatte, obwohl er bei anderen Bietern einen weitaus besseren Preis erzielt hätte. Es sei ihm wichtig, der Bevölkerung einen freien Seezugang zu ermöglichen.

Wie jedoch ein Anrainer meint: „Man solle sich nicht quer stellen und als Ort ein gutes Projekt für die Region verhindern.“

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