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Wirtschaft - Klagenfurt
© Kaiser

Kritik am Vergabeverfahren einer Tennisanlage

Spiel, Satz & Sieg?

Klagenfurt – Holger Kaiser möchte eine Tennisanlage pachten. Ein geeignetes Grundstück hat er schon im Blick. Es hat sogar einen sehr großen Vorteil: Darauf befindet sich längst die Tennisanlage eines früheren Pächters. So weit, so gut. Seit 24 Monaten versucht er nun, dieses Grundstück zu pachten – vergebens. Im Gespräch mit Kaiser stellt sich heraus: Die Angelegenheit ist kompliziert. Eine Lösung so schnell nicht absehbar.

Kaiser geht mit der Stadt Klagenfurt hart ins Gericht. „Armes Klagenfurt! Untätigkeit der Stadtpolitik bei der Vergabe einer Tennisanlage! Stillstand seit 18 Monaten. Wer soll das verstehen?“, schreibt er beispielsweise auf Facebook und lädt ein Video hoch, das seinen Rundgang über die Anlage zeigt (s. unten). Kaiser kommt sich mit seinem Anliegen selbst als „Bittsteller“ vor. Man merkt schnell: Dieser Mann hat sich über die letzten Monate an der Bürokratie abgearbeitet.

„Keiner kennt sich aus, wie die Rechtssituation ist“

Der vorherige Pächter hatte das Grundstück von der Stadt Klagenfurt als Ackerland gepachtet und die Tennisanlage darauf errichtet. Großes Manko: Im Pachtvertrag wurde laut Kaiser festgehalten, dass das Grundstück in seinen „ursächlichen Ursprung“ zurückversetzt werden muss. Das wäre natürlich aus wirtschaftlicher Sicht kompletter Irrsinn, das sieht nicht nur Kaiser so. Sein Urteil ist deutlich: „Keiner kennt sich aus, wie die Rechtssituation ist“. Klar ist, dass der vorherige Pächter den Pachtvertrag nicht einfach an einen neuen Pächter übertragen darf.

Wirtschaftliche Schäden durch Verzögerung

Kaiser hat nach eigenen Angaben schon 4.500 Euro investiert. 150.000 Euro sollten es insgesamt werden, fünf neue Arbeitsplätze wären entstanden. Die Anlage hätte Steuereinnahmen generiert. Stattdessen: Stillstand. Er selbst bezeichnet den Platz mittlerweile als „Schandfleck von Klagenfurt“. Doch eines stößt ihm besonders bitter auf: Das Grundstück wurde mittlerweile einem anderen (mit Kaiser befreundeten) Interessenten angeboten, während man ihn sozusagen auf dem Trockenen sitzen ließ.

Währenddessen verkommt das Gelände zusehends. Kaiser gibt uns gegenüber an, es gäbe noch eine ausstehende Pacht des Vorbesitzers. 13.700 Euro sollen das sein. Der Stadt hat er das Angebot gemacht, diese ausstehende Summe zu übernehmen. Auch das führte, sofern überhaupt möglich, zu keiner Einigung. Mittlerweile fällt für die Sanierung eine erhebliche Summe an.

Eine endlose Geschichte?

Was die Stadt Klagenfurt genau mit dem Grundstück vorhat, bietet genügend Raum für Spekulationen. Auf Anfrage im Magistrat erhielten wir folgende Auskunft: „Die Tennisanlage ist derzeit Gegenstand von Gerichtsverfahren, deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir keine näheren Auskünfte geben können.“ Das Magistrat lässt zudem verlauten, die Stadt sei nicht für den derzeitigen Zustand der Anlage verantwortlich.

Eine endlose Geschichte? Vermutlich nicht. Irgendwann steht immer der Matchball bevor. Wir werden darüber berichten.

Rundgang Tennisanlage „Am Auenweg“

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