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Leute - Villach & Klagenfurt
Reportage
Dieses Foto verbreitet sich auf Facebook rasend schnell © FB

5 Minuten Villach klärt auf:

#Faktencheck: Mister Kärnten mit Waffe?

Villach/ Klagenfurt – Heute wurde der Redaktion von 5 Minuten Villach ein Foto zugeschickt, das auch auf Facebook bereits für Entsetzen sorgte.

Auf dem Foto, welches sich bereits auf Facebook viral verbreitet, ist der seit Sonntag, 20. August 2017 amtierende Mister Kärnten Parsa Djawadiraad mit einem Mann mit angeblicher Waffe zu sehen.

Amtszeit voller Diskussionen

Österreichweit sorgte diese Woche schon für zahlreiche Medienberichte. Wie auch 5min.at  berichtete, geriet der frischgebackene Mister Kärnten, Parsa Djawadiraad, ins Visier der „Jungen FPÖ Kärnten“. Er sei als Iraner ungeeignet, das Bundesland Kärnten zu präsentieren. Hier gingen die Wogen auch auf Facebook hoch. Viele hielten zu ihm – einige konnten das Unverständnis nachvollziehen. Im Interview mit 5min.at erzählte er, dass er stolz sei, das schönste Bundesland Österreichs zu repräsentieren und er sei rechtmäßig gewählt, immerhin habe er es auch verdient.

Diese Pistole „Zoraki 917 9mm P.A.K.“ ist am Foto zu sehen - © KK

Nächster Schock?

Gerade, als es scheint, dass sich die Wogen beruhigen, taucht dieses Foto auf. 5min.at fragte bei einem Experten für Schusswaffen nach. Dieser erklärt: „Es handelt sich dabei um eine 9 Millimeter Schreckschusspistole auch Signalpistole genannt. Diese wird zum Selbstschutz oder zum Silvesterrakten schießen verwendet, knallt zwar laut und dient zum Abschrecken. Gefährlich wäre die Pistole jedoch nur aus 20 bis 50 Zentimeter Distanz. Hier wären Verbrennungen, wie beispielsweise bei Schweizerkracher möglich.“ Also handelt es sich nicht um eine echte Waffe. Trotzdem, das Foto kursiert bereits unaufhörlich auf Facebook und viele User stellen sich die Frage, wie dies wohl mit der Vorbildwirkung zusammenpasst …

Statement vom Mister Kärnten:

Mister Kärnten Parsa Djawadiraad erklärt: „Wir waren bei diesem Foto gerade auf dem Weg zu einer Faschingsparty! Das Kostüm war deswegen gewählt, weil wir uns als Gangster verkleiden wollten. Natürlich ist das keine echte Waffe. Ich halte von Waffen nichts, weil diese andere Menschen verletzen und halte mich normalerweise fern davon! Jeder kann bei mir zu Hause vorbei kommen und wird sicherlich keine Pistole finden.“  Er versteht nicht, warum um seine Person plötzlich soviel Wind gemacht wird – „solche Faschingsfotos besitzen ja andere auch!“
 

Martin Rutter sieht sich als Systemkritiker und Aufdecker - © KK

Statement vom Martin Rutter:

„Allgemein finde ich die Wahl rund um den Mister Kärnten 2017 schon eigenartig. Die Freundin saß in der Jury, dann das Publikumsvoting und jetzt noch dieses Foto“, so Rutter vom Team Kärnten, selbsternannter Aufdecker, der auch das Foto heute postete. „Was ist das für ein Weltbild, das hier transportiert wird? Wollen wir diesen Style  in Kärnten haben?“ Für den Kärntner Politiker passt hier einiges nicht zusammen. Auf Grund der Darstellung der Gewaltverherrlichung „fordere ich eine Entschuldigung oder seinen Rücktritt. (…) Ich werde bei Institutionen des Kärntner Landes bezüglich dem Steuergeld nachfragen, ob und in welcher Höhe solch eine Veranstaltung subventioniert wird“, so Martin Rutter.

Inzwischen wurde das Foto angeblich von der Seite des amtierenden Mr. Kärnten gelöscht.

 

 

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