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Politik - Villach
Der erste „Kümmerer“ nahm bereits seine Arbeit auf. © Stadt Villach/Augstein

Gute Seelen der Wohnanlagen

Die „Kümmerer“ sind da

Villach – Sie kümmern sich, sie tadeln, führen kleine Wartungsarbeiten durch, sie helfen und hören zu und räumen auch auf: Die neuen „Kümmerer“ in den einzelnen Wohnanlagen sind die guten Seelen eines Hauses – sie sind erste Ansprechpartner für die Mieterinnen und Mieter, leisten einen wesentlichen Beitrag für ein gelingendes Miteinander, sie verhindern Konflikte und tragen maßgeblich zu einer angenehmen Wohngemeinschaft bei.

Bürgermeister Günther Albel und Wohnungsreferent Stadtrat Erwin Baumann haben heute die Initiative „Kümmerer“ im Rahmen des Projektes „Aktion 20.000“, finanziert durch AMS und Land, vorgestellt.

Vom Büro bis zum handwerklichen Dienst

„Die Generation 50+, die im Raum Villach mit Langzeitarbeitslosigkeit zu kämpfen hat, ist ja bekanntlich Teil der Beschäftigungsinitiative, die Bundeskanzler Christian Kern als Teil seines Plan A der Bundesregierung vorgeschlagen hat“, erinnert Bürgermeister Albel. „Quer durch alle Abteilungen im Magistrat wurde in den vergangenen Wochen erhoben, welche Qualifikationen für die ausgewählten Zusatzaufgaben nötig wären. Die definierten Jobs reichen vom Büro bis zum handwerklichen Dienst, von Verwaltungsmitarbeitern bis zu den ,Kümmerern´ in den städtischen Wohnanlagen.“ In diesen Tagen trat auch mit Klaus Infeld der erste „Kümmerer“ seinen Dienst bei der Stadt an. Er ist von seiner neuen Tätigkeit begeistert: „Es ist schön, wieder arbeiten gehen zu dürfen. Durch die Aktion 20.000 werden wir wieder in das Arbeitsleben integriert!“

Von links Klaus Infeld, Mieterin Brunhilde Bernsteiner, Bürgermeister Günther Albel und Wohnungsreferent Stadtrat Erwin Baumann. - © Stadt Villach/Augstein

Unterstützung am Arbeitsmarkt

Bürgermeister Günther Albel sieht in den zahlreichen Projekten, die im Zuge der “Aktion 20.000” geplant sind eine “Win-win“-Situation. „Letztendlich geht es vor allem darum, Menschen zu unterstützen und eine Chance zu geben, die lange beschäftigungslos waren und nun am Arbeitsmarkt erneut Fuß fassen können. In weiterer Folge profitiert von der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess die gesamte Gemeinschaft. Mit den neuen ,Kümmerern´ wird auch die Gemeinschaft und das Zusammenleben in unseren Wohnanlagen enorm profitieren!”

Für Villachs Wohnungsreferent Stadtrat Erwin Baumann geht es im Rahmen dieser wichtigen Initiative insbesondere um eine intakte Nachbarschaft in unseren Wohnanlagen: „Die ,Kümmerer´ halten den Kontakt vor Ort und müssen Missstände erkennen und schnell handeln, bevor sich Mieter beschweren. Sie sorgen zusätzlich nicht nur für Ordnung, Sauberkeit, Verkehrssicherung, Grünflächen und defekte Glühbirnen, sondern klären auch Nachbarschaftsstreitigkeiten!“

Die Aufgaben der „Kümmerer“ sind umfassend:

  • Sie helfen bei der Reinigung der Grünflächen im Frühjahr und Herbst, ebenso sorgen sie für den Hecken- und Strauchschnitt
  • Sie führen Wartungsarbeiten durch
  • Malerarbeiten in den Wohnungen (ohne Gerüst!) vor Neubezug
  • Sonstige kleinere Ausbesserungsarbeiten
  • Sichtkontrollen Spielgeräte
  • Kontrolle und Reinigung der Müllinseln
  • Sie kontrollieren Wohnhausanlagen und melden eventuelle Mängel an die Hausverwaltung.
  • Sie sind die persönlichen Ansprechpartner vor Ort.

1200 Wohnungssuchende

Derzeit sind in Villach rund 1200 Wohnungssuchende gemeldet. Die Stadt selbst verfügt über 1385 Wohnungen, davon entfallen 753 auf Kategorie A, 437 auf Kategorie B und 195 auf Kategorie C. Darüber hinaus liegt die Anzahl der Einweisungsrechte bei den Bauvereinigungen bei circa 4300. Villach baut bekanntlich Wohnungen nicht in „Eigenregie“, sondern arbeitet seit Jahren intensiv mit den Gemeinnützigen Bauvereinigungen und Gesellschaften wie beispielsweise mit der Villacher gemeinnützigen Baugenossenschaft meine heimat, ESG, Kärntnerland, oder der Landeswohnbau Kärnten (Neue Heimat, Kärntner Heimstätte, GWG) zusammen.

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