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Leute - Klagenfurt
© Portrait: Pilo Pichler

"ERC Starting Grand"

Klagenfurterin erhält Förderpreis über 1,5 Mio. Euro

Klagenfurt/Wien – Simone Gingrich erhält einen renommierten und mit 1,5 Millionen Euro dotierten EU-Förderpreis. Sie möchte damit „versteckte Emissionen“ von Wiederbewaldungsprozessen aufzeigen und analysieren. Gingrich arbeitet am Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt am Standort Wien.

Der europäische Forschungsrat fördert grundlagenorientierte Pionierforschung mit hohem Potential und ermöglicht durch Preise wie den ERC Starting Grant exzellenten jungen ForscherInnen den Aufbau eines unabhängigen Forschungsteams.

Sorgenkind Waldrodung

Die großflächige Rodung von Waldflächen ist eines der wesentlichen Sorgenkinder der Nachhaltigkeitsforschung, vorwiegend deshalb, weil mit ihr Kohlenstoffemissionen verbunden sind, die für den globalen Klimawandel mitverantwortlich sind. Viele Länder, darunter zahlreiche industrialisierte Staaten, haben in den letzten Jahren wieder stärker auf Aufforstung als Klimaschutzmaßnahme gesetzt. Diese Prozesse haben nun zur Folge, dass – global betrachtet – weniger Waldflächen verloren gehen und dass mehr Kohlenstoff in den globalen Ökosystemen gebunden wird.

Forschungsansatz

„Warum der Wald wieder wächst, wird unterschiedlich erklärt: Einerseits werden Maßnahmen zum Schutz des Waldes als Antwort auf Holzknappheit verstanden, andererseits führt die Verringerung kleinstrukturierter Landwirtschaft zur Ausdünnung ländlicher Gebiete, wodurch Flächen der Wiederbewaldung überlassen werden“, erklärt Simone Gingrich, Forscherin am Institut für Soziale Ökologie. Damit zeigt sich auch der Fokus ihrer Forschungsarbeit: Während bisherige Untersuchungen vor allem auf einzelne politische oder ökonomische Triebkräfte fokussierten, möchte sie systemische Verbindungen zwischen der Veränderung des Waldes und Industrialisierungsprozessen identifizieren.

„Wichtige Anerkennung meiner Arbeit“

Gingrich ist Mutter von Zwillingen, die eben in die Volksschule kommen. Der ERC Starting Grant ist für sie „eine wichtige Anerkennung meiner bisherigen Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Umweltgeschichte. Darüber hinaus ermöglicht er mir, gemeinsam mit KollegInnen fünf Jahre lang fokussiert an dem Thema meiner Wahl zu arbeiten – ein selten langer Zeitraum in der projektgeförderten Grundlagenforschung.“

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