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Wirtschaft - Klagenfurt
LR Christian Benger übergibt die Nahversorgerförderung an den Sparmarkt von Johannes Ogris in St. Margareten im Rosental © Büro LR Benger

4.000 Euro

Sparmarkt Ogris erhält Förderung

St. Margarethen – Wieder erhielt ein Nahversorger im Bezirk Klagenfurt-Land von Wirtschaftslandesrat Christian Benger die Zusage für eine Förderung. In St. Margareten im Rosental überbrachte Benger dem Sparmarkt Ogris, übrigens der einzige Nahversorger im Ort, 4.000 Euro.

Die Gemeinde stockt diesen Betrag noch auf, weil sie hinter ihrem Nahversorger steht und die Notwendigkeit, ihn zu erhalten, gegeben ist. Inhaber Johannes Ogris investiert damit in einen Transporter, mit dem die Warenzustellung erfolgen soll. Vier Mitarbeiter hat der Sparmarkt und mit einem Teil der Förderung werden auch die Personalkosten unterstützt.

Nahversorger sind nicht nur Versorger

„Wir müssen froh sein, dass es Betreiber gibt, die an ‚ihren‘ Nahversorger glauben und die Funktion noch über das Geschäft stellen. Daher unterstützen wir diese kleinen Unternehmen in den Tälern und Gemeinden“, sagte Benger vor Ort. Schon im Vorjahr wurden mit 146.000 Euro aus dem Wirtschaftsreferat des Landes die Nahversorger-Infrastruktur und Arbeitsplätze gesichert. „Die Nahversorger-Förderung hat einen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigte Benger.

Regional Regionales einkaufen

2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget hat Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen. „Regional Regionales einkaufen, lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag bis maximal 1.000 Euro“, erklärte Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln könne man so besser gerecht werden.

Wer kann mitmachen?

Nutzen können die Nahversorger-Förderung 2017 Nahversorger mit maximal zehn Mitarbeitern und einem maximalen Nettoumsatz von bis zu einer Million Euro. Als Beispiel: die 60 Nahversorger, die 2016 unterstützt wurden, weisen gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro auf. 2016 wurden 242 Mitarbeiter abgesichert, weil nicht nur Investitionen, sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag aufgestockt, so flossen 143.000 Euro vom Land und 176.000 Euro von den Gemeinden. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert.

Immer mehr Gemeinden sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen bzw. wieder einen zu errichten. Jedoch sind die Kosten ein großes Problem, sodass nur durch die Unterstützung von Land und Gemeinden das Überleben gesichert werden kann. Studien der Wirtschaftskammern belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung wieder wichtig oder sehr wichtig – und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.

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